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Vom "Problembär" zum "Risikobär" - was heisst das konkret...?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mit der folgenden - leider aus dem echten Leben gegriffenen Kurzgeschichte - eröffnen wir die
Rubrik "Zu schlechter Letzt".

Hier können Sie den aktuellen um sich greifenden Real-Zynismus und Real-Sarkasmus in unserem Leben anhand ausgewählter Pressemeldungen mitverfolgen.

Wir beginnen mit einem Bär, der zum "Problembär" und schliesslich zum "Risikobär" "befördert" wurde, was für ihn unangenehme Folgen hatte, wie Sie im folgenden leicht erkennen werden.

-- Kommentare von Alpha Whisky --

-- Es war einmal ein 14. April 2008 in den Bündner Bergen... --


Risikobär erschossen
-- Tönt echt stark im ersten Moment..., ja beinahe "vernünftig"... --

Der Bär JJ3 ist tot. Bündner Wildhüter haben den zwei Jahre alten Braunbären im Raum Mittelbünden erlegt.
-- Mit dieser technokratischen Bezeichnung (der Bär besass dadurch nie einen richtigen Namen!) kann ja kein Wildhüter eine dauerhafte Beziehung zu einem Bären aufbauen... --

JJ3 sei zum Sicherheitsrisiko für Menschen geworden.
-- Was die Risikolage rasch ins Gegenteil zu Lasten des Bären verkehren kann... --

Bund und Kanton Graubünden hätten deshalb entsprechend dem Konzept Bär Schweiz den Abschuss des Tieres beschlossen.
-- Wurde dem Bär dieses "Konzept" je vorgestellt...? Unwissenheit wäre ja direkt todgefährlich! --

Bevor JJ3 zur Strecke gebracht werden durfte, musste er vom «Problembären» zum «Risikobären» umklassiert werden. Diese Einstufung als ein Raubtier, das dem Menschen gefährlich werden kann, erfolgte in Absprache zwischen Bund und Kanton.
-- Hatte der Bär dieser vorgängien, von Amtes wegen raffinierten "Umklassierung" etwa gar zugestimmt...? --

Das Amt für Jagd und Fischerei betrieb viel Aufwand, um dem ungebetenen Gast die Flausen auszutreiben.
-- Allein schon Flausen also können ein "wildes Leben" ernsthaft in Gefahr bringen... --

JJ3 wurde mit Gummischrot und Knallpetarden empfangen, wo immer er sich besiedeltem Gebiet und dessen Abfallkübeln näherte.
-- Womöglich hat der Bär all die Petarden gar lustig gefunden - eine so knallige, ausgelassene Begrüssung jedes Mal ist doch ein echter Liebesbeweis! --

Die Vergrämungen wurden nur noch kurze Zeit fortgesetzt.
-- Wurde der baldige Mord etwa zu spielerisch angekündigt...? --

Erst letzte Woche war JJ3 verschiedentlich Asyl angeboten worden.
-- Ja, wer keine Papiere hat, die auf "Flocke" oder "Knut" lauten, der hat es wahrlich schwer... --

«Das Einsperren eines an die Wildnis gewöhnten Bären ist aus tierethischen Gründen nicht vertretbar», sagte etwa der Bündner Jagdinspektor.
-- Zum Glück aller wurde die "tierethischere Lösung" gewählt: Tod durch Erschiessen! Jagdinspektoren - die neuen Sterbehelfer...? --

Die Textpassagen wurden entnommen:
http://tagi.ch/dyn/news/schweiz/861459.html
Hubertine Underberg (Gast) - 16. Apr, 02:19

Fell

Guten Abend

Weiss hier jemand, was jetzt mit dem Fell des Bären passiert? Kann man das eventuell erwerben? Ich bin schon länger auf der Suche nach so einem Fell, was sich leider schwierig gestaltet. Sogar der Import von einem Bärenfell ist verboten. So, wenn jemand etwas genaueres darüber weiss, was mit dem Fell von diesem Bündnerbär passiert, bitte ich um eine kurze Nachricht. Auch Verkäufer/Händler dürfen sich gerne melden.

Besten Dank
Hubertine Underberg

Email: fell@hotmail.de

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