> Bedeutung und Einordnung der Materie
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> Bedeutung und Einordnung der Materie
Von Max Schnyder, mmschnyder@bluewin.ch, zeit-ethik.ch
D ie heute vorherrschende, moderne Wissenschaft behauptet und belehrt uns Menschen: „Leben und Geist entwickelten sich aus der Materie.“
Diese These kann nicht richtig sein, denn aus einer geistlosen und toten Materie könnten sich weder Geist noch Leben entwickeln. Es gibt keine materielle Wirkung ohne geistige Ursache, weil es keinen Handlungsimpuls geben kann, der nicht im Geist begänne.
Es gibt keine tote Materie, ihre Atome und Moleküle (oder Strings) bewegen sich, weil sie leben. Die materielle Schöpfung ist eingebettet in die geistige, und nur eine mögliche Manifestation, unter (unendlich vielen?) Möglichkeiten. Trotz ihrer Pracht und unfasslichen Wunder, ist sie ein Staubkorn des Endlichen, in der Unendlichkeit von Raum und Zeit.
Wenn das Universum (Multiversum) jemals tot gewesen wäre, hätte es ein Toter zum Leben erwecken können? Die Energie lebt und ist Baustein der Materie. Energie ohne Leben ist keine Energie. Was war zuerst, Leben oder Energie? Es gibt nur eine Antwort: Energie und Leben, ist dasselbe.
Woher kommt der Geist, der dies alles bewirkte? Könnte der Geist lebendig sein ohne Leben? Könnte das Leben geistig sein ohne Geist? Könnte sich die lebende Energie zu Materie ‚verdichten’, ohne Information?
Woher kommt die Information? Könnte es diese geben ohne ein bewusstes Sein ICH-BIN? Woher kommen das Bewusstsein ICH-BIN, Geist, Leben und Information? Sind diese vier das Leben schlechthin, oder die Seele allen Seins?
Was ist die Seele? Ist sie wie ein Behältnis, dies alles enthaltend, auch sich selbst? Könnte sie ein Produkt der materiellen Schöpfung sein? Gibt es eine geistige, lebende, bewusste und mit Information ausgestattete Ur-Energie als Ursprung aller Materie und biologischen Lebens? Woher käme diese Urenergie und woher der Wille, der sie zu Materie werden lässt?
Wo ist der Ursprung der geistigen Schöpfung? Kann alles Zufall sein, wie die Wissenschaft behauptet? Wo hätte der Zufall seinen Ursprung? Ist der Zufall möglich ohne mindestens zwei Seiende, die zufällig zusammen treffen können? Woher stammen die zwei Seienden? Werden wir jemals alles wissen?
Albert Einstein qualifizierte den wissenschaftlichen Zufall: „Gott würfelt nicht.“
Die Wissenschaft folgert scharfsinnig: „Die Existenz Gottes ist nicht bewiesen, darum gibt es ihn nicht“. Die logische und ebenso ‚scharfsinnige’ Umkehrung lautet: „Die Nichtexistenz Gottes ist nicht bewiesen, darum gibt es ihn.“
Wie recht hatte ein Wissenschaftler als er sagte: „Je mehr wir wissen, desto besser wissen wir, wie wenig wir wissen.“ Vielleicht meinte er: „Je mehr wir wissen, desto besser könnten wir wissen (einsehen), dass wir zuwenig wissen.“
Die religiösen Schöpfungsgeschichten sind Parabeln oder Legenden, ein Versuch, das Unfassbare zu erklären. Wir bräuchten sie so wenig, wie die wissenschaftlichen Universums-Entstehungs-Thesen, wenn wir alles wüssten.
Müssen wir wissen, wie alles seinen Anfang nahm? Ist es nicht wichtiger zu erkennen, dass alles da ist, was wir zum Leben benötigen, uns all das zugefallen ist, ohne unser Dazutun, alle Begabungen und auch die Fähigkeit den Frieden zu erarbeiten und einzusehen, dass dies der Sinn unseres Lebens ist und anzuerkennen, dass wir auf ein liebevolles Miteinander angewiesen sind, und dies nur mit der Liebe möglich ist?
Warum nur mühen wir uns ausschliesslich um das Materielle? Warum bedeuten die jährlich ungezählten Millionen Verhungerten und die Macht- und Gewinnmaximierung auf Kosten allen Lebens, mehr als der Frieden? Ist materieller Reichtum denn unendlich?
Ich kann Antoine de Saint-Exupéry nur zustimmen, er sagte: „Wer nur um Reichtum sich müht, erntet nichts wofür zu leben sich lohnt.“ - und möchte hinzufügen: „Wer nur um Reichtum und Macht sich müht, ... .“
Den Frieden zu erarbeiten,
ist der einzig wahre Sinn unseres Lebens.
Wie viele Jahrtausende wollen wir uns noch Bomben um die Ohren schmeissen? Wie der Frieden zu schaffen wäre, erkannte unter vielen andern auch Mahatma Gandhi: „Ein Führer ist nur ein Spiegelbild des Volkes, das er führt. Die Menschen müssen zuerst dazu gebracht werden, untereinander Frieden zu schliessen. Dann wird sich ihr Wunsch, in friedlicher Nachbarschaft zu leben, auch in der Politik widerspiegeln.“
Und: „Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst.“
Die Materie ist nicht das Richtmass des Lebens,
sondern Dienerin des Geistes.
Die Liebe ist Dienerin allen Seins.
Die moderne und technisierte Wissenschaft erinnert an jemand, der sein Spielzeug auseinander nimmt, die Einzelteile genauestens untersucht, katalogisiert, sie bewundert, sich an ihnen freut und sie nicht mehr zusammensetzen kann. Solange sie die geistige, ewige ‚Welt’ aus ihrem Denken ausschliesst, wird sie sich der realen göttlichen Wahrheit nicht nähern.
Ich freue mich, wohl in Bälde, in unsere geistige Heimat zurückgehen zu dürfen, wo das wirkliche Leben, nach dem irdischen Unterbruch, weitergeht.



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