Beschleunigter Zusammenbruch des Finanzkartenhauses - Eine Chronologie
Ein Ausschnitt aus der Berichterstattung in den Mainstream- und Alternativ-Medien.
Zurück zur vollständigen Chronologie
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5368331/
Chronologie der Ereignisse im November 2008
30. November 2008
Eurasisches Magazin - PAX AMERICANA - Die Weltmacht stürzt
Erst wurde der neu gewählte Präsident Barack Obama als Messias gefeiert, dann erfuhren die Amerikaner von ihren Geheimdiensten, dass es mit der Kraft und der Herrlichkeit ihres Landes zu Ende geht.
- Die USA haben ihr Pulver verschossen
- Afghanistan in der Abwärtsspirale
- Noch nie war die Perspektive so düster
- Immer neue Greenbacks aus den Geldruckmaschinen
- Amerikas Absturz betrifft die ganze Welt
- Der US-Alptraum einer multipolaren Welt wird wahr
- Barack Obama soll es richten
- Globalisierungsverlierer Amerika
- Die Sterne verglühen, der Traum ist aus
http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20081104
28. November 2008
DAS MAGAZIN - Binswanger: Systemversagen
Die Parteien haben das UBS-Rettungspaket abgenickt. In der Schweiz gilt: je wichtiger die Entscheidung, desto weniger Demokratie.
... Wir erleben nicht nur eine Finanzmarktkrise, sondern ein politisches Systemversagen. Wir sind stolz darauf, über jedes Marroni-Häuschen abzustimmen, aber wenn es um eine Summe geht, die den gesamten Bundeshaushalt übertrifft, praktizieren wir den konsequenten Demokratieverzicht. Auch der Schweizer Finanzplatz wird früher oder später die Spielregeln der parlamentarischen Demokratie erlernen müssen – einer Demokratie, die diesen Namen verdient.
http://dasmagazin.ch/index.php/binswanger-systemversagen/
25. November 2008
Tages-Anzeiger - Rettung des Finanzsystems kostet Washington neun Mal so viel wie der Irakkrieg
Die amerikanische Regierung ist bereit, für die Rettung des Finanzsystems mehr als 7400 Milliarden Dollar aufzubringen - eine Zahl so hoch wie die Hälfte des Bruttoinlandprodukts der USA.
Es ist eine schwindelerregende Zahl: 7400 Milliarden (oder anders ausgedrückt 7'400'000'000'000 oder 7,4 Billionen Dollar) ist die amerikanische Regierung bereit, für die Rettung des Finanzsystems aufzubringen. In der Zahl enthalten sind laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 2800 Milliarden an bereits abgerufenen Krediten für Finanzinstitute. ...
- «Schlimmste Krise der Geschichte»
- Viel höhere Beträge als angekündigt
- Notenbank leiht 1900 Mal so viel wie normal
- Tiefere Zinsen für die Banken
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Rettung-des-Finanzsystems-kostet-Washington-neun-Mal-so-viel-wie-der-Irakkrieg/story/29616975
[Anmerkung initiative vernunft: Die Warnung ist unmissverständlich: «Schlimmste Krise der Geschichte»]
24. November 2008
THE WALL STREET JOURNAL - The Fed Is Out of Ammunition
http://online.wsj.com/article/SB122748912533552007.html
Handelsblatt - Die Wahrheit über die Motive der Bankenretter
Ohne Staatsgelder für das Finanzsystem droht der US-Wirtschaft der Kollaps - so die offizielle Begründung für die Milliardenhilfen in den USA. Für die US-Abgeordneten, die über das Gesetz abstimmten, waren jedoch ganz andere Argumente viel wichtiger, zeigt eine neue Studie. Unter anderem, wie viel Wahlkampfspenden sie aus der Finanzindustrie bekommen haben.
http://www.handelsblatt.com/politik/wissenswert/die-wahrheit-ueber-die-motive-der-bankenretter;2096214
23. November 2008
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND - Staatshilfe - Citigroup erhält 326 Mrd.-Dollar-Stütze
Koste es, was es wolle - Washington will ein "zweites Lehman" verhindern. Mit einer Bürgschaft von 306 Mrd. $ stützt die Regierung die taumelnde Citigroup. Hinzu kommt eine Kapitalspritze von 20 Mrd. $. Das ist beinahe so viel, wie die Bank an der Börse überhaupt noch wert ist.
... In der vergangenen Woche war die Aktie der Citigroup um 60 Prozent eingebrochen. Das Institut, dessen Marktkapitalisierung einst bei mehr als 250 Mrd. $ lag, war an der Börse nur noch gut 25 Mrd. $ wert. Das Finanzinstitut will bis Anfang kommenden Jahres 75.000 Arbeitsplätze abbauen. Ende 2007 beschäftigte die Bank noch 375.000 Mitarbeiter. Der Rettungsplan könnte als Vorlage für weitere Hilfen im Bankensektor dienen, in dem angesichts der Finanzkrise und weltweiten Rezession weitere Milliardenverluste drohen. ...
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Staatshilfe-Citigroup-erh%E4lt-326-Mrd-Dollar-St%FCtze/442256.html
THE WALL STREET JOURNAL - U.S. Agrees to Rescue Struggling Citigroup
Plan Injects $20 Billion in Fresh Capital, Guarantees $306 Billion in Toxic Assets
http://online.wsj.com/article/SB122747680752551447.html
mmNews - Sind Steuern Diebstahl?
Derzeit werfen die Staaten mit den Billionen nur so um sich. Doch wer bürgt letztlich für das Geld? Es ist der Staatsbürger, dessen Existenz vor diesem Hintergrund eine ganze neue Dimension erhält.
... Es ist zu befürchten, dass diese Krise von vielen Akteuren auch zum Vorwand genutzt wird, in einer letzten riesigen Umverteilungsaktion den Geldtransfer von „unten nach oben“ einzuleiten. Mit „Unten“ meine ich keineswegs eine klassenspezifische Kategorie. „Unten“ sind jene, die Steuern zahlen. Denn die Steuerzahler sind letztlich jene, die die Zeche zahlen. Ein Staat kann bekanntlich nur Geld ausgeben, welches er vorher von seinen Staatsbürgern unter irgendeinem Vorwand herauspresst - von der Abstauberplakette bis zur Zwischenerzeugnissteuer. ... Wenn Besteuerung somit einen Zwangscharakter trägt und daher von Diebstahl nicht zu unterscheiden ist, so folgt daraus, daß der Staat, der von der Besteuerung lebt, eine riesige kriminelle Vereinigung ist, weit größer und erfolgreicher als irgendeine „private“ Mafia in der Geschichte.
http://www.mmnews.de/index.php/200811231582/MM-News/Sind-Steuern-Diebstahl.html
[Anmerkung initiative vernunft: Nichts gegen Steuern, die der Allgemeinheit zugute kommen, Steuern zugunsten der Verursacher der Krise und deren Aktionäre sind dagegen schlicht abartig. Was ist mit dem anderen Übel, dem Zins?]
22. November 2008
Tages-Anzeiger - Friedensnobelpreisträger fordert Radikalreform
Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» spricht sich Muhammad Yunus für einen radikalen Umbau der Wirtschaft aus. Er ist überzeugt, dass sich die grossen Probleme der Menschheit - Armut und Klimawandel - nur so lösen lassen.
... Wir erleben eine Systemkrise. Versagt hat ein System, das ausschliesslich auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Versagt hat ein System, von dem Millionen von Armen ausgeschlossen sind. Wenn wir die Krise nicht für eine Korrektur nützen, wird die Armut weltweit nicht zu besiegen sein. ... Wir sind nicht wie Bienen, denen es nur darum geht, möglichst viel Honig zu sammeln. Menschen sind nicht nur aufs Geldverdienen fixiert, sie suchen Sinn. Das gesamtheitliche Menschenbild muss auch in der Wirtschaftstheorie seinen Niederschlag finden. ... Wir brauchen ein Wirtschaftssystem, das dem vielschichtigen Wesen des Menschen gerecht wird. Neben dem traditionellen, auf Profite ausgerichteten Geschäft braucht es ein zweites System: ein System von Sozialunternehmen. ... Nehmen wir das Beispiel einer armen Frau, die einen Mikrokredit aufnimmt, um einen Dorfladen zu eröffnen. Der Kredit ermöglicht es ihr, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Sie kann jetzt dafür sorgen, dass ihre Tochter die Schule besucht. Vielleicht braucht sie später sogar einen weiteren Kredit, um das Studium der Tochter zu finanzieren. Sie selbst hat womöglich dasselbe Potenzial, erhielt aber nie eine Chance, es auszuschöpfen. ... Hinter dem System der Lohnarbeit steht letztlich die Ideologie, dass ein Arbeitnehmer zu arbeiten hat und sonst nichts. Alle Menschen sollten aber die Wahl haben, ob sie stärker die Rolle des Angestellten oder des Arbeitgebers spielen wollen. Das schafft eine andere Identifikation. Es kann doch nicht sein, dass Arbeiter und Eigentümer in verschiedenen Welten leben. Darum haben wir mit Grameen ein System geschaffen, das einen Rollentausch erlaubt.
...
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Friedensnobelpreistraeger-fordert-Radikalreform/story/29480223
[Anmerkung initiative vernunft: Es ist erstaunlich, wie kongruent die Ziele der Grameen Bank von Muhammad Yunus mit denen der HuMan-Wirtschaft von Hans-Jürgen Klaussner sind.]
WELT ONLINE - Der Dumme ist, wer arbeitet und Steuern zahlt
Auf dem Höhepunkt der Bankenkrise hat der Staat schnell gehandelt und das Richtige getan. Nun aber vor dem Absturz der Wirtschaft in eine tiefe Rezession versagt die Regierung. Ihr Konjunkturprogramm ist kleinmütig und bedient vor allem Interessengruppen anstatt die Arbeitnehmer nachhaltig zu entlasten.
http://www.welt.de/wirtschaft/article2766196/Der-Dumme-ist-wer-arbeitet-und-Steuern-zahlt.html
21. November 2008
NZZ - Ist ein UBS-Konkurs möglich?
Finanzexperte Martin Janssen zu Szenarien für die Schweizer Grossbank
Was würde ein Konkurs der Grossbank für die Schweiz bedeuten?
Die Vorstellung, die organisatorischen Einheiten der UBS könnte ihre weitreichenden Dienstleistungen für andere Banken nicht mehr erbringen, keine Zahlungen für Klein- und Mittelunternehmen mehr leisten oder keine grossen Vermögen mehr verwalten, halte ich für abwegig. Ich gehe davon aus, dass entweder die Bank selber oder mindestens die Bankenaufsicht dafür sorgt, dass mögliche Kontrollwechsel rechtzeitig analysiert, vorbereitet und eingeleitet wurden respektive werden, wenn es die Umstände verlangen.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/geht_die_ubs_konkurs_1.1295269.html
[Anmerkung initiative vernunft: Die Frage des Konkurses der UBS ist bis vor kurzem noch völlig unvorstellbar gewesen.]
20min.ch - Stehen UBS und CS vor der Fusion?
http://www.20min.ch/finance/news/story/Stehen-UBS-und-CS-vor-der-Fusion--11393079
20. November 2008
20min.ch - Stürzen sich Pensionskassen auf Hedge-Funds?
Am 19. September lockerte der Bundesrat die Anlagevorschriften für Pensionskassen. Demnach dürfen die Pensionskassen ab dem 1. Januar 2009 neu maximal 15 Prozent ihres Vermögens in alternative Anlagen wie Hedge Funds oder strukturierte Produkte investieren. Im Gegenzug dürfen sie in Liegenschaften nur noch 30 Prozent (bisher 55 Prozent) und in Hypothekardarlehen nur noch 50 Prozent (vorher 75 Prozent) ihres Geldes stecken. Das hat alt Preisüberwacher zu einer massiven Kritik im «Tages-Anzeiger» veranlasst. Es sei ein Witz, dass mitten in der Finanzkrise die Anlagerichtlinien gelockert würden. Dies führe lediglich zu mehr Risiken, Spekulationen und weniger Bonität. Hypothekardarlehen und Kapitalanlagen in Liegenschaften hätten sich seit mehr als einem Jahrzehnt als sicherer und im langfristigen Vergleich als ertragsreicher erwiesen als alternative Anlagen, wie beispielsweise Hedge Funds. Profiteure der neuen Regeln seien nur die Grossbanken, die Hedge Funds und die Anlageberatungsfirmen. ...
http://www.20min.ch/finance/news/story/Stuerzen-sich-Pensionskassen-auf-Hedge-Funds--13873141
[Anmerkung initiative vernunft: Die Gelder der Berufsvorsorge sind, wie der Mahnfinger Rudolf Strahms belegt, zu wichtigen Quellen geworden für die Spekulanten der Eingeweihten in der Finanzwirtschaft. Rudolf Strahm hat im Wirtschaftsteil des Tages-Anzeigers vom 18. November 2008 in der Kolumne mit dem Titel Pensionskassen als Selbstbedienungsläden den Mechanismus detailliert beschrieben. ]
Tages-Anzeiger - Was, wenn die UBS-Aktie unter zehn Franken fällt?
Der Kurs der UBS-Aktie erreicht ständig neue Tiefstwerte. Wird die Schweizer Grossbank jetzt zum Schnäppchen für ausländische Investoren?
Die UBS-Aktie durchbricht mit deprimierender Regelmässigkeit Barrieren: Als der Wert unter 50 Franken sank, träumten die ersten von einem Schnäppchen, dann fielen die Papiere unter 40, dann unter 30, dann unter 20 und jetzt steht die letzte zweistellige Hürde bevor: Was vor Jahresfrist noch völlig grotesk erschien, wird immer wahrscheinlicher – nämlich die Schlagzeile: UBS-Aktie fällt unter 10 Franken. ...
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmenkonjunktur/story/18904552
[Anmerkung initiative vernunft:
Der Zerfall der Aktie UBS N im Bild: -80 % gegenüber dem 3-Jahres-Hoch

Bild: Tages-Anzeiger, Börsenseite: http://boerse.tagesanzeiger.ch/html/detail/main.html?ID_NOTATION=1535545&&CHART_TIMESPAN=1Y ]
BERLINER KURIER - Schäubles erschreckende Analyse - Banker schlimmer als Terroristen
Er ist der ewige Mahner vor Terrorismus, der entschiedenste Warner vor blutigen Anschlägen in Deutschland. Ausgerechnet dieser Mann hält Banker für gefährlicher als einen Osama bin Laden! Gegenwärtig, analysiert Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, machten uns in der Tat die Banken mehr Sorgen. Es ist, als hätte sich eine Menge angestauter Ärger, Frust und Fassungslosigkeit in diesem Interview Schäubles gegenüber dem "Stern" entladen. Die Banken hätten das Vertrauen der Bürger erschüttert, wettert er. Aber den Deutschen bescheinigt er, dass sie "mit erstaunlicher Reife" auf die schlechten Nachrichten reagiert hätten. ...
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/politik/242567.html
19. November 2008
MMnews - US-Kongress Thema Währungsreform
Video von der Fragestunde vor dem US-Finanzausschuss im Kongress. Ist das Dollar-System tot, weil es nicht mehr funktioniert? Ist die Zeit des Gelddruckens vorbei? Hier die Aussagen von Ron Paul mit der Frage: Gibt es Überlegungen, den Dollar aufzulösen? Und die Antwort von Bernanke.
Ron Paul:
"Meine Frage richtet sich an den Vorsitzenden Ben Bernanke. Seit Jahren prognostizierten Ökonomen die Probleme, die wir jetzt haben. Und sie hatten offenbar Recht. Und sie sagten auch, dass sie nicht sehr zufrieden seien mit den so genannten Lösungen. Wir versuchen mit viel Energie und Geld ein System zusammenzuhalten, dass eigentlich gar nicht mehr funktionieren kann. Wir haben in den letzten Jahren einfach zu viel ausgegeben. Wir haben alles inflationiert, was aufblasbar war. Wir haben vertuscht und verschleiert. Wir, die FED, haben Assets gekauft, die wertlos waren.
Die FED hat Billionen ins System geschleust, aber niemand scheint das zu interessieren. Aber was wir nicht wahr haben wollen, ist die Tatsache, dass das System nicht länger funktioniert. Aber ich kann verstehen, warum wir das machen. Andererseits, wenn die FED macht, was sie will, und der Kongress macht was er will und das Finanzministerium - dann sind wir alle irrelevant.
Anstatt die Ursachen zu analysieren muss man feststellen, dass die Lösungen hier (im Kongress) offenbar nicht gefunden werden - obwohl wir uns hier alle sehr wichtig fühlen. Ein Grund, warum wir eine Form von Wichtigkeit empfinden, ist die Tatsache, dass wir seit 1971 Maßnahmen einleiten konnten, die anscheinend auch funktionierten.
Doch eigentlich funktionierte seit 1971 gar nichts mehr. Das Handelsbilanzdefizit ist aus dem Ruder gelaufen. Und Ökonomen, gleich, ob sie rechts, mitte oder links waren, haben immer gesagt, dieses Handelsbilanzdefizit ist ein großes Problem. Und nun ist es total ausser Kontrolle.
Jetzt versuchen wir hier irgendwas zu unternehmen, etablieren neue Regulierungen, vorwärts und rückwärts, und kommen eigentlich nirgendwo hin.
Meine Frage ist, wenn wir zu dem Schluss kommen, dass das System nicht mehr funktioniert, was werden wir dann machen? Was für Möglichkeiten haben Sie (Ben Bernanke)um dieses Problem zu lösen?
Wir sehen schon, dass die Leute darüber sprechen, dass die Zeitungen darüber berichten, dass möglicherweise eine neue internationale Weltreservewährung kommt. Und für mich ist das ziemlich wichtig, weil das Fiat Dollar Reserve System nicht mehr funktioniert.
Das sind die Fakten, die wir zu aktzeptieren haben und nun entscheiden müssen, was wir in der Zukunft tun werden.
Ebenso - und das ist geschichtlich nichts neues - sind Währungen untergangen, Finanzsysteme sind untergegangen und die Folge war, dass man eine neue Währung finden musste, der man vertrauen konnte. Diese musste besser sein als das einfache FIAT MONEY.
Derzeit besitzen die Zentralbanken der Welt 15% allen Goldes, das je in der Geschichte produziert wurde. Dass sie dieses Gold besitzen muss einen Grund haben.
Vor diesem Hintergrund frage ich mich, warum wir weiter Zeit verschwenden, dieses System weiter zusammen zu flicken.
Gerade letzte Woche gab es einen Report, dass der Iran Gold im Werte von 75 Milliarden Dollar gekauft hat. Die haben ihre Reserven aus Europa abgezogen und Gold gekauft und es nach Asien geschafft. Ist das ein Zeichen der Zeit? Wird das so weitergehen?
Und meine Frage ist: In ihren Treffen, und sie hatten gerade kürzlich noch ein Treffen mit anderen Zentralbänkern, ist da der Gedanke aufgekommen oder wurde da gesprochen über eine neue Welt-Reservewährung? Und wenn es so war, hat Gold in diesem Zusammenhang eine Rolle gespielt? Wie wollen sie das Vertrauen wieder herstellen?
Hatten sie kürzlich Kontakt in Verbindung mit diesem Thema mit irgendeinem Zentralbänker? Und gibt es Hinweise darauf, das Dollar-System zu ersetzen? Denn das Dollar-System ist praktisch für tot erklärt worden, weil es nicht funktioniert.
Das war ja vorhersehbar aufgrund der riesigen Ungleichgewichte, welche nie ausgeglichen wurden. Es wurde immer nur geflickt. Wir haben ausgegeben, was das Zeug hielt. Wir haben inflationiert. Wir haben Defizite erhöht. Seit 1971 waren wir unfähig, dieses Problem zu beheben.
Können sie mir sagen, welche Überlegungen sie getätigt haben in Hinblick auf eine neue Weltreservewährung?"
...
http://www.mmnews.de/index.php/200811191539/MM-News/US-Kongress-Thema-Wahrungsreform.html
wirtschaftsquerschuss - "Kollaps der Hypothekenverbriefungen"
... Da es sich nicht um eine Liquiditätskrise sondern eine schweren Solvenzkrise im Banken-System handelt soll nun das TARP-Programm direkt zur Stärkung des Eigenkapitals der Banken verwendet werden. Die Implosion des Hypothekenmarktes wird dies nicht aufhalten, alle bisherigen Gelder und Ideen verpufften bisher!
... Das globale ausstehende Volumen aller Kreditverbriefungen, wie MBS, CMBS, ABS, und CDOs beträgt unfassbare knapp 31 Billionen Dollar! ... Das Casino des Finanzmarktes mit einem unglaublichen Maß an verschieben von Kreditrisiken führte zur größten Finanzkrise aller Zeiten! Wie die aktuellen Entwicklungen beim ABX und CMBX zeigen, hat nun eine neue Eskalationsstufe gezündet. Der systemische Kollaps rückt durch die gigantische Vernichtung an fiktiven Kapital immer näher!
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2008/11/kollaps-der-hypothekenverbriefungen.html
[Anmerkung initiative vernunft:
TARP, Troubled Asset Relief Program, das 700 Mrd. Dollar US-Rettungspaket;
CMBS, Commercial mortgage-backed securities
Aus finanz-lexikon.de:
MBS
Unterschieden werden die Asset Backed Securities in drei Kategorien:
1. ABS im engeren Sinne (spezielle Forderungen wie Kreditkartenforderungen etc.)
2. Mortgage Backed Securities (kurz MBS)
3. Collateralized Debt Obligations (kurz CDO)
Eine der geläufigsten Art ist dabei die Mortgage Backed Securities (kurz MBS), d.h. Schuldverschreibungen, die mit nachrangig privaten Hypothekenforderungen besichert und abgedeckt sind.
ABS
Als ABS-Fonds (ABS = Asset Backed Securities) bezeichnet man Geldmarktfonds, die in ihrem Portfolio (Bestand) auch forderungsbesicherte Wertpapiere (ABS) enthalten und der Anleger in diese mit investiert.
CDO
Collateralized Debt Obligations, kurz CDOs, sind eine spezielle Art von Asset Backed Securitites (ABS) und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Es sind, wie die ABS, verbriefte Schuldtitel, die durch Vermögenswerte vorwiegend in Form von Krediten, Derivaten oder Anleihen gesichert sind. Bei den CDOs dienen die Zahlungsflüsse der unterlegten Vermögenswerte den Zins- und Tilgungszahlungen des Schuldtitels, d.h. die Zahlungen des Schuldners dienen den Zahlungen an den Anleger.
]
18. November 2008
FAZ.net - Abwertung des britischen Pfund beschleunigt sich
Die Abwertung des britischen Pfund nimmt dramatische Ausmaße an. Allein in den vergangenen zehn Tagen ist der Wechselkurs gegenüber dem Euro um fast 10 Prozent eingebrochen. Innerhalb eines Jahres hat die britische Währung damit 18 Prozent an Wert eingebüßt. Seit Mitte vergangenen Jahres, dem Ausbruch der Finanzkrise, verbilligte sich die britische Währung sogar um 27 Prozent. ...
http://www.faz.net/s/Rub4B891837ECD14082816D9E088A2D7CB4/Doc~
E367F4A1D13EA44D6BA8705D4E2E11729~ATpl~Ecommon~Scontent.html
17. November 2oo8
Der Spiegel - Das Kapital-Verbrechen - Anatomie einer Weltkrise, die gerade begonnen hat

Bild: Der Spiegel, Heft 47/2008
16. November 2008
Der Spiegel - TATORT FINANZMARKT - Ein Krimi, der die Welt verändert
Die globale Finanzkrise kam keineswegs überraschend. Wer den Weg in die Katastrophe rekonstruiert, stößt auf eine Kriminalstory unvorstellbaren Ausmaßes: mit skrupellosen Zockern, einfallsreichen Jongleuren, düsteren Propheten. Der SPIEGEL hat ihr nachgespürt - Protokoll einer Recherche.
... Acht SPIEGEL-Redakteure und -Mitarbeiter haben in den vergangenen Wochen recherchiert, wie es zur größten Finanzkrise seit 1929 kommen konnte, einer Krise, die 23 Billionen Dollar Wertverlust an den Börsen der Welt brachte, die bislang 21 Banken allein in den USA in den Ruin trieb. ... Vor allem aber zeigen die Recherchen, dass in den Finanzmärkten Gefahren für die Weltwirtschaft lauern, die viel größeren Schaden anrichten können als die Immobilienkrise, die für die aktuellen Probleme verantwortlich ist. Eine 57-Billionen-Dollar-Blase, entstanden vor allem durch spekulative Kreditversicherungen, droht, zu platzen und die Weltrezession dramatisch zu verschärfen. ...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,590556,00.html
15. November 2008
Berner Zeitung - Isländer protestieren gegen Folgen der Finanzkrise
... Teilnehmer der Versammlung warfen Tomaten, Eier und Toilettenpapier auf das Parlamentsgebäude «Althing». ... Island ist nach dem Zusammenbruch der drei grössten Banken von einem Staatsbankrott bedroht. Die Bürger haben mit einer Inflationsrate von 15 Prozent, Leitzinsen von 18 Prozent und einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu kämpfen. ...
http://bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Islaender-protestieren-gegen-Folgen-der-Finanzkrise/story/13351740
13. November 2008
THE WHITE HOUSE - PRESIDENT GEORGE W. BUSH - President Bush Discusses Financial Markets and World Economy
... Thank you for giving Laura and me a chance to come to this historic hall to talk about a big issue facing the world. And today I appreciate you giving me a chance to come and for me to outline the steps that America and our partners are taking and are going to take to overcome this financial crisis. ... And it's easy to be confident when you're a city like New York City. After all, there's an unbelievable spirit in this city. This is a city whose skyline has offered immigrants their first glimpse of freedom. This is a city where people rallied when that freedom came under attack. This is a city whose capital markets have attracted investments from around the world and financed the dreams of entrepreneurs all across America. This is a city that has been and will always be the financial capital of the world. ... The leaders attending this weekend's meeting agree on a clear purpose -- to address the current crisis, and to lay the foundation for reforms that will help prevent a similar crisis in the future. We also agree that this undertaking is too large to be accomplished in a single session. The issues are too complex, the problem is too significant to try to solve, or to come up with reasonable recommendations in just one meeting. So this summit will be the first of a series of meetings. ... We are faced with the prospect of a global meltdown. And so we've responded with bold measures. I'm a market-oriented guy, but not when I'm faced with the prospect of a global meltdown. At Saturday's summit, we're going to review the effectiveness of our actions. Here in the United States, we have taken unprecedented steps to boost liquidity, recapitalize financial institutions, guarantee most new debt issued by insured banks, and prevent the disorderly collapse of large, interconnected enterprises. These were historic actions taken necessary to make -- necessary so that the economy would not melt down and affect millions of our fellow citizens. In Europe, governments are also purchasing equity in banks and providing government guarantees for loans. In Asia, nations like China and Japan and South Korea have lowered interest rates and have launched significant economic stimulus plans. In the Middle East, nations like Kuwait and the UAE have guaranteed deposits and opened up new government lending to banks. In addition, nations around the world have taken unprecedented joint measures. Last month, a number of central banks carried out a coordinated interest rate cut. The Federal Reserve is extending needed liquidity to central banks around the world. The IMF and World Bank are working to ensure that developing nations can weather this crisis. ... In addition to addressing the current crisis, we will also need to make broader reforms to strengthen the global economy over the long term. This weekend, leaders will establish principles for adapting our financial systems to the realities of the 21st century marketplace. We will discuss specific actions we can take to implement these principles. We will direct our finance ministers to work with other experts and report back to us with detailed recommendations on further reasonable actions. ... we must ensure that markets, firms, and financial products are properly regulated. For example, credit default swaps -- financial products that insure against potential losses -- should be processed through centralized clearinghouses instead of through unregulated, "over the counter" markets. By bringing greater stability to this large and important financial sector, we reduce the risk to our overall financial systems. ... we must strengthen cooperation among the world's financial authorities. For example, leading nations should better coordinate national laws and regulations. We should also reform international financial institutions such as the IMF and the World Bank, which are based largely on the economic order of 1944. To better reflect the realities of today's global economy, both the IMF and World Bank should modernize their governance structures. They should consider extending greater voter -- voting power to dynamic developing nations, especially as they increase their contributions to these institutions. They should consider ways to streamline their executive boards, and make them more representative. ... This is a decisive moment for the global economy. In the wake of the financial crisis, voices from the left and right are equating the free enterprise system with greed and exploitation and failure. It's true this crisis included failures -- by lenders and borrowers and by financial firms and by governments and independent regulators. But the crisis was not a failure of the free market system. And the answer is not to try to reinvent that system. It is to fix the problems we face, make the reforms we need, and move forward with the free market principles that have delivered prosperity and hope to people all across the globe. ... Free market capitalism is far more than economic theory. It is the engine of social mobility -- the highway to the American Dream. It's what makes it possible for a husband and wife to start their own business, or a new immigrant to open a restaurant, or a single mom to go back to college and to build a better career. It is what allowed entrepreneurs in Silicon Valley to change the way the world sells products and searches for information. It's what transformed America from a rugged frontier to the greatest economic power in history -- a nation that gave the world the steamboat and the airplane, the computer and the CAT scan, the Internet and the iPod. ... Meanwhile, nations that have pursued other models have experienced devastating results. Soviet communism starved millions, bankrupted an empire, and collapsed as decisively as the Berlin Wall. Cuba, once known for its vast fields of cane, is now forced to ration sugar. And while Iran sits atop giant oil reserves, its people cannot put enough gasoline in its -- in their cars. ... The record is unmistakable: If you seek economic growth, if you seek opportunity, if you seek social justice and human dignity, the free market system is the way to go. (Applause.) And it would be a terrible mistake to allow a few months of crisis to undermine 60 years of success. ... We're facing this challenge together and we're going to get through it together. The United States is determined to show the way back to economic growth and prosperity. I know some may question whether America's leadership in the global economy will continue. The world can be confident that it will, because our markets are flexible and we can rebound from setbacks. We saw that resilience in the 1940s, when America pulled itself out of Depression, marshaled a powerful army, and helped save the world from tyranny. We saw that resilience in the 1980s, when Americans overcame gas lines, turned stagflation into strong economic growth, and won the Cold War. We saw that resilience after September the 11th, 2001, when our nation recovered from a brutal attack, revitalized our shaken economy, and rallied the forces of freedom in the great ideological struggle of the 21st century. The world will see the resilience of America once again. We will work with our partners to correct the problems in the global financial system. We will rebuild our economic strength. And we will continue to lead the world toward prosperity and peace. ...
http://www.whitehouse.gov/news/releases/2008/11/20081113-4.html
baz.online - Hayek gründet Internationale der Industriellen
Hayek leidet. Nicht weil der Aktienkurs seiner Swatch-Gruppe in den Keller gerasselt ist. Das kümmert den 80-Jährigen nicht. Er will ja nicht verkaufen. Nein, Hayek leidet, weil «die amerikanische Finanzmentalität» die Wirtschaft im Würgegriff hält und zunehmend traditionelle unternehmerische Werte zerstört. Diese «Sofort-viel-Geld-Mentalität» müsse jetzt weg. Sie habe diese Finanzkrise verschuldet und mache die Industrie kaputt. «Die Ära der angelsächsischen Mentalität der Finanzdominanz ist wahrscheinlich vorbei», sagt Hayek in einem heute im deutschen «Zeitmagazin» publizierten Interview. Die Zeit für ein Umdenken sei reif. Deshalb schlägt er die Gründung einer Internationalen der Industriellen vor. Damit wolle er nicht eine weitere Lobby ins Leben rufen; davon gebe es genug. Hayek will ein grenzüberschreitendes Forum schaffen, in dem «verantwortungsvolle Unternehmer die Interessen eines industriellen Wachstums für alle wahrnehmen». ... Hayek hatte seine Idee einer «Internationalen» bereits Anfang September in einer Rede am «Tag der Wirtschaft» erstmals öffentlich angesprochen. «Wir brauchen eine wirksame Reform der Börse und des globalen Finanzsystems, mit paritätischer Kontrolle unter starkem Einbezug der Unternehmer und der Industrie», sagte er damals. Die Wirtschaft könne es sich im 21. Jahrhundert nicht mehr leisten, nochmals acht schwere Finanzkrisen zu erdulden.» ...
http://www.bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Hayek-gruendet-Internationale-der-Industriellen/story/16572105
5. September 2008
SWATCH GROUP - «Tag der Wirtschaft» der economiesuisse: Nicolas G. Hayek verlangt nebst mehr Innovation grundlegende Reformen des Finanzsystems
Vorgelesene Version des Referates Nicolas G. Hayek Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Swatch Group AG am «Tag der Wirtschaft» der economiesuisse, 5. September 2008 in Baden (Schweiz).
Verantwortung der Schweizer Unternehmer in einer globalisierten Welt
1. Ein Unternehmer ist für mich nicht, wie viele glauben, der Inhaber einer Firma. Nein. Ein Unternehmer gilt für mich als solcher, wenn seine Geisteshaltung, seine Mentalität alle unternehmerischen Eigenschaften umfasst. Eine unternehmerische Mentalität kann jeder von uns haben, sei er nun Landwirt oder Journalist, Schreiner oder Anwalt, Milchmann oder Bundesbeamter, Bankier oder Maler (Picasso war ein Unternehmer), Professor oder Student – und selbstverständlich auch ein Industrieller. ...
2. Der Unternehmer muss auch risikofähig und ein mutiger Realisator sein, schnell und konsequent. Sobald die Ideen einmal kreiert sind und eine Entscheidung darüber gefallen ist, müssen sie schnell in die Tat umgesetzt werden. Realisieren ist der schwierigste Teil der Kreativität. ...
3. Er muss auch bereit sein, den Menschen und der gesamten Gesellschaft zu dienen. Und ich meine wirklich dienen. Er muss fähig sein, sich aufrichtig darüber zu freuen, wenn die Leute um ihn herum glücklich sind, weil er etwas dafür getan hat. Er hat die Aufgabe, neue Arbeitsplätze, Reichtümer, echte Werte zu schaffen oder dabei mitzuhelfen, und zwar sowohl materielle wie auch moralische und intellektuelle Werte. Er ist Mitarchitekt des Wohlstandes und des sozialen Fortschrittes vieler, am liebsten aller, wenn das denn möglich wäre.
4. Unser Unternehmer muss helfen, im Rahmen seiner Möglichkeiten, mit allen seinen Ressourcen unsere Umwelt zu verbessern. Er realisiert, dass er als Passagier auf dem «Raumschiff Erde» mithelfen muss, dieses Raumschiff voll navigationsfähig zu halten.
5. Es darf nicht seine Strategie sein, den schnellen oder gar sofortigen maximalen Finanzgewinn zu erwirtschaften, sondern seine Strategie muss die langfristige, nachhaltige Entwicklung sein: zum Beispiel Investitionen in die Ausbildung, die Forschung und Entwicklung und die Produktion, um die Zukunft zu sichern, auch wenn damit kurzfristig die Finanzergebnisse geschmälert werden.
6. Für seine Mitarbeitenden und Kollegen muss er auch Motivator und Vorbild sein. Das Ehrgefühl ist dabei eines seiner ausgeprägten Merkmale. Er darf seine Macht nicht missbrauchen und seine Motivationsfähigkeit damit denaturieren. Dazu gehört auch die Bescheidenheit. Bescheiden deshalb, weil er nie vergisst, dass er egal wie mächtig er auch scheinen mag, nur ein winziges kleines Wesen auf dem klitzekleinen Planeten (oder eben Raumschiff) Erde in einem riesigen Universum ist. Er hat auch die Fähigkeit, Menschen zusammen zu bringen und sie zu fördern, dabei muss er so gerecht wie nur möglich sein. ...
7. Last but not least gehören Leidenschaft, Begeisterung und Liebe zu seiner Arbeit und alles, was damit zu tun hat, zu seinen wichtigsten Gefühlseigenschaften. Er empfindet sein Wirken nicht als Arbeit, er amüsiert sich. Hat er keine Freude daran, wird er kaum eine Chance haben, ein guter und erfolgreicher Unternehmer zu sein.
...
Gegen Mitte / Ende des letzten Jahrhunderts hat sich jedoch ein Grossteil der Schweizer Finanzwirtschaft leider immer stärker die angelsächsischen Börsen und Finanzmärkte kritiklos als Vorbild angeeignet, und in den letzten zehn Jahren hat sich diese Entwicklung sogar rasant beschleunigt. Diese ausgeprägte Börsen-, Finanz- und Geldmentalität unterdrückt die Unternehmerkultur der Industrie. Geld ist für einen Unternehmer zwar ein wichtiges Arbeitsinstrument, aber seine Ziele sind, damit neue Werte, Arbeitsplätze, Produkte – eine gute Zukunft für alle zu schaffen. Die Börse hat hier eine eminent positive und volkswirtschaftlich wichtige Rolle zu spielen: Die Industrie, falls nötig, mit Geld zu versorgen. Die Börse ist damit eine starke Stütze des Industriewachstums. Im Gegensatz dazu hat die neue angelsächsische Börsenfinanzmentalität jedoch nur ein Ziel: Geld, Geld und nochmals Geld, so schnell, so viel wie möglich und um jeden Preis. Dieses Verhalten ist äusserst industrieschädigend. ... Die neue massive Entwicklung anonymer Gruppierungen und Sammler gigantischer Liquiditäten rund um die globalen Fonds, die internationale Hedge-Funds, Finanzgesellschaften usw., die oft von Finanzmanagern – grösstenteils ohne unternehmerische Erfahrung – geleitet werden und sich nie ernsthaft für etwas anderes als für Geld engagiert haben, ist bedenklich, und für die Zukunft unseres globalen Wohlstandes gefährlich. ... Geben wir alle zusammen dieses Befreiungssignal für die Reformen – erst in der Schweiz, und dann wird sich das Signal mit unser aller Einsatz wie ein Lauffeuer über die ganze Welt verbreiten! Zeigen wir der Welt, welche Leadership, welch starker Selbstreinigungswille, welche Fähigkeiten in uns stecken! Der Souverän, unser Schweizer Volk, wird uns dabei unterstützen, davon bin ich überzeugt! Die Schweiz soll ihre Funktion in dieser Welt wieder wahrnehmen! Sie alle können dazu kräftig beitragen – und selbstverständlich werde ich auch ein wenig mithelfen. Das ist mein Appell an Sie alle. ...
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Die vollständige Rede von Nicolas G. Hayek als PDF-Dokument:
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[Hervorhebungen initiative vernunft]
Handelsblatt - WTO warnt vor Eiszeit im Welthandel
Die Kreditklemme schnürt jetzt auch dem Welthandel die Luft ab. Nach Angaben der Welthandelsorganisation WTO hat sich der Markt für Exportfinanzierungen in den vergangenen sechs Monaten "dramatisch verschlechtert." Der Welthandel leide sowohl an einem Mangel an Liquidität als auch an einer wachsenden Risikoscheu der Banken.
... Nach Angaben von Experten haben sich die Risikozuschläge für Exportfinanzierungen dramatisch erhöht. Statt 100 Basispunkte über der Marke auf dem Interbankenmarkt in London (Libor) liegen die Prämien jetzt bis zu 300 Basispunkte über dem Basiszins. Private Banker schätzen, dass es bei der Finanzierung von Exporten momentan eine Liquiditätslücke von rund 25 Mrd. Dollar gibt. Das erscheint auf den ersten Blick nicht viel. Diese Summe multipliziert sich jedoch um ein Vielfaches durch das damit finanzierte Handelsvolumen. Bei einigen mittelgroßen Unternehmen in den USA soll es bereits zu ersten Stornierungen von Kreditzusagen (Letter of Credit) gekommnen sein. ...
http://www.handelsblatt.com/politik/international/wto-warnt-vor-eiszeit-im-welthandel;2087260
MMnews - Hilfsaktion für General Electric$
Die staatliche US-Einlagensicherung FDIC hat dem US-Mischkonzern General Electric(GE) unter die Arme gegriffen. Die FDIC habe Schulden der GE-Finanzsparte bis zu 139 Milliarden Dollar zeitlich begrenzt abgesichert, teilte ein GE-Sprecher. Es ist das erste Mal, dass der Staat einem Unternehmen hilft, welches nicht direkt zur Finanzbranche zählt. ...
http://www.mmnews.de/index.php/200811131496/MM-News/Hilfsaktion-fur-General-Electric.html
12. November 2008
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND - Firmen können Schulden nicht bedienen
Die Rezession wirft ihre Schatten voraus: Mehr und mehr Unternehmen, die von Private-Equity-Gesellschaften gekauft wurden, können laut einer Studie ihre Schulden nicht mehr fristgerecht zurückzahlen. Die Gefahr von Pleiten wächst.
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Krise-bei-Private-Equity-Firmen-k%F6nnen-Schulden-nicht-bedienen/438063.html
[Anmerkung initiative vernunft: Die Schulden- und Zinsfalle schnappt gnadenlos zu. Kann der Schuldner nicht fristgerecht zahlen, wird er in die Insolvenz und in den Konkurs getrieben. Vorteil für die Banken: Es wird die Verwertung der (Grund)Pfändungen eingeleitet, was bedeutet: Transfer der Vermögenswerte an die Bank zum Schleuderpreis = Fortgesetzte Machtballung.]
Handelsblatt - Entschädigungsfonds - Kein Geld mehr für Anleger
Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Abwanderung von Mitgliedsunternehmen und hohe Zahlungen im Fall Phoenix haben die Reserven aufgefressen. Für künftige Entschädigungsfälle sieht es düster aus.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/kein-geld-mehr-fuer-anleger;2086217
Die Presse.com - Italien: Mafia ist Unternehmen mit höchstem Umsatz
Die Mafia erwirtschaftet in Italien jährlich 130 Mrd. Euro, der Nettogewinn beträgt 70 Mrd. Euro. Die Finanzkrise treibt Firmen zunehmend in die Arme der Organisierten Kriminalität.
Lebensmittel: Mafia übernimmt Kontrolle
Auch in der Lebensmittelbranche habe die Mafia in manchen Regionen die Kontrolle übernommen, ging aus dem Bericht hervor. So seien Fischerei, Milchproduktion, Kaffee- und Brothandel in Neapel praktisch komplett in den Händen der Camorra. In der süditalienischen Stadt stünden 2.500 Bäckereien unter der Herrschaft der kriminellen Vereinigung. Auch in Nachtlokalen und im Großvertrieb mische die Mafia aktiv mit.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/429582/index.do?_vl_backlink=/home/index.do
11. November 2008
news.de - Mehrere Länder vor Bankrott - Wenn der Staat pleite geht
Wer nicht zahlen kann, ist pleite - das gilt auch für Staaten. Ein Bankrott kann ein Land jahrelang belasten. Deshalb kämpfen Island, Ungarn, die Ukraine und Pakistan gerade mit aller Macht und weltweiter Unterstützung gegen die Pleite.
http://www.news.de/wirtschaft/1216720566308/wenn-der-staat-pleite-geht.html
BüSo - Italienischer Wirtschaftsminister: Derivate - ein Ponzi-Schema
... Diese Kette der "Wertschaffung" basierte auf einer besonderen Technik und einem fundamentalen Prinzip. Die besondere Technik war, einem Fonds Kredit zu verschaffen, diesen Kredit weiter zu verkaufen, ihn in ein Finanzprodukt zu verwandeln, hyperbolisch zu multiplizieren und schließlich auf dem "Markt" zu plazieren, wo er von Banken an Familien verkauft wurde. Dem ganzen lag ein "Ponzi-Schema" in seiner moderneren Version zugrunde, das auf der Annahme basierte, das das alles ewig und universell so weiterginge."
http://www.bueso.de/news/italienischer-wirtschaftsminister-derivate-ponzi-schema
[Anmerkung initiative vernunft: Aus http://www.boerse-online.de/wissen/lexikon/boersenlexikon/index.html : Ponzi-Schema bedeutet Schneeballsystem. Der Name kommt von einem Betrüger aus den USA, der sich Charles Ponzi nannte und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Schneeballsystem mit internationalen Antwortscheinen aufzog. ]
10. November 2008
Handelsblatt - China hängt Weltwirtschaft an den Tropf
Während das von der chinesischen Regierung vorgelegte massive Konjunkturprogramm rund um den Globus ein Kursfeuerwerk an den Börsen ausgelöst hat, melden sich inzwischen die ersten skeptischen Stimmen. Sie warnen vor einer Überschätzung "der chinesichen Heilmedizin" für die Weltwirtschaft.
... Selbst Beobachter in China zeigten sich überrascht von dem Ausmaß des Pekinger Konjunkturplans, der die Erwartungen bei weitem übertrifft. Das Ausgabenprogramm wurde darum als ein "unmissverständliches und klares" Signal bewertet, mit dem China zeigen wolle, dass man auch im kommenden Jahr mit aller Macht ein Wirtschaftswachstum von acht Prozent erreichen werde. ...
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/china-haengt-weltwirtschaft-an-den-tropf;2084439
[Hervorhebung initiative vernunft: Der Zwang zu Wachstum hat perverse Ausmasse angenommen.]
9. November 2008
stern.de - Warum habt ihr uns um unser Geld gebracht?
Die Finanzkrise bringt es an den Tag: Viele Sparer verlieren Geld, weil sie falsch beraten wurden. Dahinter steckt Methode. Im stern beschreiben Bankmitarbeiter ein System, das viele von ihnen krank macht und den Anlegern schadet.
http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen-versicherung/finanzen/:Anlageberatung-Warum/644607.html
7. November 2008
Tages-Anzeiger - CS-Fondspleite: Sicher war nur der Verlust
Die Credit Suisse liquidiert sechs grosse Absolute-Return-Fonds. Sie galten als sicher, brachten den Anlegern zuletzt aber nur riesige Verluste ein. Das Konzept Absolute Return ist am Ende.
... Nach dem Debakel der Absolute-Return-Fonds der UBS im Frühling und dem Lehman/CS-Fall im September ist dies die dritte Pleite, in der risikoscheue Anleger grosse Verluste hinnehmen müssen. Liquidiert werden die 15 Tranchen der sechs Absolute- oder Target-Return-Fonds der CS. In ihren besten Zeiten steckten darin gegen 7 Milliarden Franken. Ende September waren es noch 1,1 Milliarden. Professionelle Investoren hatten ihre Einlagen noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Die Folgen tragen auch diesmal Anleger wie TA-Leserin Anne Léger*. Auf Anraten ihres Beraters hatte sie im Sommer 2007 einen Drittel ihrer Freizügigkeitsgelder in den Target-Return-Fonds investiert. Alarmiert durch den ersten Kurseinbruch fragte sie im Frühling bei der CS nach, wurde aber mit dem Versprechen vertröstet, dass sich der Kurs spätestens bis in drei bis fünf Jahren erholen werde. Davon ist keine Rede mehr. Anne Léger wurde ausbezahlt, sie erhielt bisher allerdings nur einen Drittel der 300’000 Franken, die sie vor gut einem Jahr investiert hatte.
... * Name der TA-Redaktion bekannt.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/CSFondspleite-Sicher-war-nur-der-Verlust/story/11711576
[Hervorhebung initiative vernunft: Die Zerstörung des Mittelstandes verläuft planmässig.]
6. November 2008
Spiegel Online - DROHENDE WELTREZESSION - Wirtschaftskrise zwingt Obama zu Blitz-Machtwechsel
Er muss im Eiltempo einen Finanzminister küren, das nächste Hilfspaket auf den Weg bringen: Seit Jahrzehnten hat kein US-Präsident eine so verheerende Wirtschaftslage geerbt wie Barack Obama. Dem Wahlsieger bleibt nicht mal Zeit bis zur Amtsübergabe.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,588877,00.html
NZZ - Notenbanken öffnen erneut die Geldschleusen
Zinssenkung in der Schweiz, im Euro-Raum und in England
Gegen die sich abzeichnende Wirtschaftskrise fahren die europäischen Notenbanken immer gröberes Geschütz auf. Die Schweizerische Nationalbank senkt den Leitzins um einen halben Prozentpunkt. Dies ist die zweite Leitzinssenkung innerhalb eines Monats. Das Zinszielband für den massgeblichen Dreimonats-Libor werde per sofort auf 1,5 bis 2,5 Prozent reduziert, wie die SNB am Donnerstag bekannt gab. ...
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/nationalbank_senkt_leitzins_1.1225848.html
5. November 2008
Frankfurter Rundschau - Verrat am Steuerzahler - Die Plünderung
Bushs vielleicht kreativste Erfindung: der risikofreie Kapitalismus.
Von Naomi Klein
... Wie soll man sonst die bizarren Entscheidungen deuten, die hinsichtlich der Verteilung des Rettungspaketes getroffen worden sind? Als die Bush-Regierung die Bereitstellung der Milliarden an die Banken bekannt gab, wurde dieser Rettungsplan weithin als eine "Teilverstaatlichung" bezeichnet - eine radikale Maßnahme, um die Banken wieder kreditfähig zu machen. ... Global Player haben Angst vor fallenden Aktienkursen. In Wahrheit hat überhaupt keine Verstaatlichung stattgefunden. Da die Steuerzahler keine Kontrolle über das Rettungspaket haben, können die Banken das Geld ausgeben, wie sie wollen (für Boni und Fusionierungen), während die Regierung nur höflich darum bitten kann, man möge doch einen Teil auch für die Kredite verwenden. ... Was ist also der wahre Grund für die Bereitstellung des Rettungspaketes? Ich fürchte, dass es bei dem Fonds nicht um eine einmalige Finanzspritze an das Großunternehmertum geht, sondern vielmehr darum, die Staatskasse auf Jahre hinaus weiter plündern zu können. ... Um die Zuversicht noch weiter zu stärken, hat die Regierung zusätzlich unbegrenzte Haftungsgarantien für viele Einlagenkonten ausgegeben. Und als ob das noch nicht genug wäre, ermutigt das Finanzministerium die Banken zu Fusionen, um so sicher zu stellen, dass die Institute, die am Ende übrig bleiben, zu groß sind, um in Konkurs zu gehen. Washington signalisiert dem Markt auf drei verschiedene Weisen, dass die Geldinstitute des Landes ihre Fehler nicht selbst werden ausbaden müssen. Das ist vielleicht Bushs kreativste Erfindung: der risikofreie Kapitalismus. ... Und inzwischen wird immer deutlicher, dass der Rettungsfonds unter falschen Voraussetzungen genehmigt wurde. Es ging nie darum, die Kredite wieder flüssig zu machen. Das Ziel bestand darin, den Staat eine gigantische Versicherungspolice für die Wall Street ausstellen zu lassen - eine Police für die Leute, die sie am wenigstens brauchen, bezahlt von den Leuten, die sie am dringendsten bräuchten. ... Es ist natürlich riskant, die Sanierung zu stoppen. Der Markt wird empfindlich reagieren. Aber viel riskanter wäre es, Bush und seiner Bande zu erlauben, sich weiter an der Staatskasse zu vergreifen.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1624457&em_loc=89
FAZ.net - Aufkeimende Sorge um das Euro-System
Gewissheiten sind rar geworden in der Finanzkrise. Vor ihrem Beginn zählten Spekulationen über die Stabilität des Euro-Systems allenfalls zum Repertoire von Verschwörungstheoretikern. Heute gilt ein Auseinanderbrechen des Euro-Raums unter den etablierten Ökonomen zwar immer noch als extrem unwahrscheinlich. ...
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~
EE554234B82364075AB8123DDD64DE08E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Island Reiseführer iceland.de Island und die Finanzkrise - Eine Zusammenfassung
... Einer der Gründe für die massiven Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf Island wird von Experten im rasanten Wachstum der Wirtschaft in den letzten Jahren gesehen. Alleine zwischen 2003 und 2007 war das Bruttoinlandsprodukt um 25% gewachsen. Gestützt war das Wachstum aber vor allem auf Außenanleihen. Um an ausländisches Kapital zu kommen, wurden Kapitalgebern Zinssätze von über 15% geboten. Im Jahr 2007 lag das Bruttoinlandsprodukt bei 16 Milliarden Dollar, die Aktiva der Finanzbranche bei 1000% des Bruttoinlandsproduktes und die Außenschulden bei 550% des Bruttoinlandsproduktes. Umgerechnet steht jeder Isländer inzwischen rechnerisch mit 300.000 Euro in der Kreide. Für die Isländer hat die Krise nun auch ganz konkrete Auswirkungen. Die Inflationsrate liegt mit 14% auf Rekordniveau. Preise für Obst und Gemüse sind in den vergangenen Monaten um fast 50% gestiegen. Viele Händler und Supermarktketten können keine Devisen mehr beschaffen, um dringend benötigte Waren im Ausland zu kaufen. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Monatsfrist von 1,3% auf 2,4%, die Zahl ausländischer Arbeitskräfte halbierte sich im gleichen Zeitraum auf knapp unter 10.000. Die Baubranche kam praktisch zum erliegen. Zur Abwendung des drohenden Staatsbankrotts wollen der Internationale Währungsfonds und die nordischen Zentralbanken rund 4,7 Milliarden Euro bereitstellen. Ursprünglich wurde die Bewilligung des IWF-Kredites über rund 1,6 Milliarden Euro für diese Woche erwartet. Allerdings verlangen mehrere EU-Staaten, darunter Großbritannien, zunächst eine Einigung über Islands Verpflichtung zur Einlagensicherung ausländischer Guthaben bei den verstaatlichten isländischen Großbanken. Wie sich die Situation weiter entwickelt, ist derzeit nicht absehbar. ...
http://www.iceland.de/index.php?id=1170
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http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5368331/
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