> Die HuMan Wirtschaft – Lebens-förderliches Wirtschaften

8. August 2011
Tages-Anzeiger - Jetzt braucht es wieder Keynes
Ohne massive staatliche Unterstützung fällt die US-Wirtschaft wieder in eine Rezession. Das wäre viel schlimmer als der Verlust des AAA. ... Es gilt, ein Massenelend zu vermeiden
Die USA können sich keinen Rückfall in die Rezession erlauben. Mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer sind länger als sechs Monate arbeitslos. Sie werden aus dem Arbeitsmarkt gedrängt und verlieren ihre Arbeitslosenunterstützung. Zustände wie in der Grossen Depression sind nicht mehr nur Gegenstand akademischer Diskussionen, sondern könnten bald Realität werden. ...
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Jetzt-braucht-es-wieder-Keynes/story/12581602

Unser initiative vernunft Impuls-Beitrag Nr. 22 hat die aktuelle und wieder aufflammende Problematik schon im November 2008 behandelt und mögliche Lösungswege aufgezeigt:
initiative vernunft sucht nach Menschen-würdigen Auswegen aus der aktuellen Geld- und Bankenkrise. Die Krise wächst sich zu einer veritablen Wirtschaftskrise aus, wenn nicht sehr bald die richtigen Weichen gestellt werden. Bleibt die Frage, welche Weichen müssen neu gestellt werden?

Mit dem vorliegenden Impuls-Beitrag Nr. 23 stellt Ihnen Hans-Jürgen Klaussner die Grundlagen der von ihm konzipierten, begründeten und erfolgreich ausgetesteten HuMan-Wirtschaft vor.

Es geht dem Autor um nichts weniger als um die Lösung der fundamentalen, unmenschlich gewordenen Probleme, die jetzt gerade wieder in der aktuellen Finanz- und Systemkrise des ungehemmten Kapitalismus für uns alle sehr deutlich zu Tage getreten sind.

Wollen wir Menschen eine Lebens-föderliche und Menschen-gerechte Wirtschaftsordnung zusammen wagen - was wir schleunigst tun sollten, bevor neue Kriege um Ressourcen, Geld und Macht den Planeten und die Menschheit zu dezimieren, zu zerstören drohen -, kommen wir nicht umhin, uns mit den von Hans-Jürgen Klaussner tief nachgedachten und über Jahre erarbeiteten Erkenntnisse auseinanderzusetzen.

Es braucht breiteste Aufklärung über die vergessenenen Ursprünge der immer wieder zerstörerischen, schädlichen Form von Geld und Zins und ihrer modernen Auswüchse: Die aus anfänglichem Irrtum und wohl anschliessendem Missbrauch entstandenen Probleme im Umgang mit Geld und Zins, deren leidbringenden Verstrickungen und Komplexitäten wie Zwang zu ständigem Wachstum mit einhergehender "Bereinigung" - sprich: Zerstörung - müssen breit verstanden werden, um die aktuelle Not und die Wichtigkeit der Erneuerung erkennen zu können.

In diesem Sinne stellt initiative vernunft Ihnen den vorliegenden Impuls-Beitrag als Einstieg in ein notwendiges, vertieftes Studium unserer wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen zur Verfügung und weiteren Verbreitung in der Hoffnung, wir mögen sehr bald erkennen:

Die aktuelle Finanz-, Kredit- und Systemkrise ist lösbar!


Ihre Redaktion initiative vernunft


Querverbindungen zu thematisch verknüpften Informationen:

initiative vernunft Beitrag Nr. 22
> Zur aktuellen Geld- und Weltwirtschaftskrise
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5268974/

initiative vernunft Recherche
Beschleunigter Zusammenbruch des Finanzkartenhauses - Eine Chronologie
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5368331/




Studieren und kommentieren Sie unseren initiative vernunft Impuls-Beitrag Nr. 23.


> Die HuMan Wirtschaft – Lebens-förderliches Wirtschaften
Von Hans-Jürgen Klaussner, sternentor-park.ch


initiative vernunft Impuls-Beitrag zum Herunterladen:
initiative-vernunft-023-HuMan-Wirtschaft (pdf, 131 KB)


A us aktuellem Anlass und als Autor von Wirtschaftsbüchern ist es mir ein Anliegen, Ihnen das Wissen zur Lösung der momentan grassierenden „Welt-Banken-Kreditkrise“ vorzustellen und grundlegende Zusammenhänge darzulegen. Mit dem im folgenden vorgestellten, zusammenfassenden Text meiner Bücher (1) möchte ich den notwendigen Erkenntnisprozess in Gang setzen. Bis in vier Jahren, 2012, muss die Erkenntnis von den Zusammenhängen Menschen- und Natur-gerechten Wirtschaftens soweit verstanden und gereift sein, dass wir Menschen, die wir alle und ständig miteinander wirtschaften, einen echten Ausweg aus der gegenwärtig anhaltenden Kredit- und Wirtschaftskrise finden.


Die Finanz- und Systemkrise ist lösbar!

Die momentanen, überstürzten Eingriffe der Staaten mögen für den kurzfristigen Denker wohl richtig, unvermeidlich und logisch sein, sie sind aber nichts mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein der selbstzerstörerischen Systemkrise des Kapitalismus.


Ausgangslage

Der Staat und die Politik können nie richtig reagieren und funktionieren, wenn sie den Vorgang der Buchgeldschöpfung der Grossbanken (nur 4 % des zirkulierenden Geldes sind Banknoten, 96 % ist Buchgeld) und die damit verbundenen Hintergründe und Machtziele der kapitalistischen Geldelite nicht kennen, und darum auch nicht verstehen. Dieser Wissensmangel ist auch durchgehend bei allen politischen Parteien der Fall. Die entsprechende Hintergrundliteratur steht mir als Autor in einer grossen Anzahl von Büchern zur Verfügung; s. aktuell auch den Artikel „Finanzielle Kernschmelze: Der größte Wohlstandstransfer der Geschichte“: http://info.kopp-verlag.de/nc/news/finanzielle-kernschmelze-der-groesste-wohlstandstransfer-der-geschichte.html


Lösungskonzept

Im KREDITISMUS ist eine dauerhafte Lösung zum Wohle aller möglich, da dieses neue Finanz- und Wirtschafts-System – als Mittelweg zwischen Kapitalismus und Sozialismus –den Menschen und seine naturgegebenen, schöpferischen Fähigkeiten ins Zentrum allen Wirtschaftens stellt: Im KREDITISMUS wird jeder Mensch, der Leistungen kreiert, gleichzeitig zum Schöpfer des zum Leistungstausch notwendigen TAUSCHMITTELS, des GELDES. Geld wird zum Zeitpunkt und nur für die Dauer des Tausches dezentral und in der genau benötigten Menge geschöpft. Im Kreditismus wird Geld als das angesehen und gehandhabt, was es in Wirklichkeit ist und schon seit jeher sein sollte: REINES TAUSCHMITTEL – und keinesfalls ein eigenständiges, spekulierbares Produkt. Im Kreditismus gibt es keine unnatürliche Unterscheidung mehr zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft. Es gibt nur noch die REALE HUMAN-WIRTSCHAFT, die weder Zinsen noch Spekulationen benötigt, um Geld in Umlauf zu bringen.

Aus der Erkenntnis der Nicht-Reformierbarkeit des Kapitalismus muss die Umsetzung des KREDITISMUS IN DER HUMAN-WIRTSCHAFT (2) mindestens Europa-weit bis 2013 eingeleitet werden können.

Das Lösungskonzept im KREDITISMUS IN DER HUMAN-WIRTSCHAFT, wie in meinen umfangreichen Publikationen nachzulesen ist, s. sternentor-park.ch oder HuMan-Wirtschaft Buch 1 und 2, beinhalten in Kurzform folgendes:


Was ist Kreditismus in der HuMan-Wirtschaft?

1. Kreditismus hat nichts mit der ebenfalls kapitalistischen Freiwirtschaft oder ähnlichen Theorien aus vergangenen Tagen zu tun, sondern Kreditismus stützt sich auf zukünftige technische Möglichkeiten der Vernetzung per Internet und Mobil-Telefone (3), da dezentral geschöpftes (Buch-)Geld die Verbundenheit der Teilnehmer voraussetzt. Kreditismus geht von der heutigen Verschuldungssituation und Globalisierung aus, um deren unterdrückenden, versklavenden und zersetzenden Wirkungen zu überwinden.

2. Der Kreditismus geht von den seit 1996 gesättigten Märkten aus, wo also kein Güter- oder Leistungs-Mangel mehr besteht, dafür nur noch der Geldmangel. Die heutige Marktwirtschaft ist eine Mangel-Beseitigungs-Wirtschaftstheorie und muss zwangsläufig scheitern in gesättigten Märkten, weil Marktsättigung und exzessiver Wettbewerb die Gewinne zwangsläufig nach Null treiben und damit die Kreditwürdigkeit vieler Teilnehmer ruinieren. Kreditismus ersetzt das monopolistische Kreditsystem der Banken, das immer auf Werte aus der Vergangenheit abstützt – z. B. auf Werten von Immobilien, Sparbüchern, usw. – durch ein BLANKOKREDITSYSTEM, abgestützt auf Leistungen in die Zukunft, wie Firmenentwicklungen, Gewinne, persönliches Potential. Zerstörerische Marktsättigung und verheerender Wachstumszwang werden dank des Kreditismus verhindert!

3. Kreditismus beseitigt den Geldmangel, der Kapitalismus- und System-bedingt fortlaufend verursacht wird, dadurch, dass wir direkt eigenes INTERNET-BUCHGELD kreieren. Dieses Buchgeld wird neu von den beiden Rechts-Persönlichkeiten KUNDE (Käufer) und LIEFERANT (Anbieter) im Gegenspiel dezentral und in der exakt richtigen Menge erzeugt. Durch Festschreiben, was die Ware und Leistung gilt, wird dezentral stets neues GELT (4) geschöpft. Die Höhe der Summe wird mittels dieser Bestellung vom Kunden im freien Markt definiert. Geld wird damit nur noch zum Transportmittel der Waren und Leistungen, die der Kunde kauft.

4. Dieser BESTELLSCHEIN und gleichzeitiger RECHNUNGSSCHEIN nennt sich zukünftig GELTSCHEIN – Gelt mit „t“ stammt von gelten. Bei der Bestellung werden diese Geltungsscheine gleichzeitig online über Internet in VERRECHNUNGSKONTEN gebucht, wodurch stets die exakt RICHTIGE GELDMENGE geschöpft und andererseits – nach Abschluss des Handels, d. h. nach vollständiger Abwicklung von Kauf, Lieferung und Bezahlung, – wieder vernichtet wird. Die Summe aller Verrechnungskonten ist somit stets Null! Wohlstand wird nicht mehr wie heute nur über die Summen von auf Bankkonten geparkten Geldern ausgedrückt. In der HuMan-Wirtschaft misst sich Wohlstand nur REAL in den ECHTEN WERTEN. In Gebieten ohne Internet-Anschluss können diese ZAHLEN („zahlen“ stammt von „Zahlen aufschreiben“) auch auf wechselartigen Schecks oder in Scheckbüchern festgehalten werden.

5. Anlegen von Geld als Produkt ist nicht mehr möglich und auch nicht mehr nötig. Das „moderne Raubrittertum“ der Aktien- und Finanz-Börsen wird damit überflüssig und das Trauerspiel der heutigen Finanzmärkte gehört der Vergangenheit an. Aktiengesellschaften werden in Mitarbeiter-beteiligte Genossenschaften umgewandelt, wodurch keinerlei Fremdfinanzierungen und Börsengänge mehr erforderlich sind. Die Börsen als „Spielkasinos für Nichtstuer“ können sich auflösen, da sie keinem Zweck mehr dienen. In der HuMan-Wirtschaft ist der Staat, das GEMEINWESEN, Herr über das Finanzsystem und nicht die Spekulanten!

6. Wie bei der „Zentralorganisation“ für das Mass- und Eichamt (5), das den Meter und das Kilogramm festlegt, muss zur Umsetzung des Kreditismus ebenso eine Zentralorganisation geschaffen werden. Diese Organisation, die unter die direkte Kontrolle des Volkes gestellt ist, erlässt z. B. einen GESETZLICHEN GEWINNSCHUTZ und die dazu erforderlichen KALKULATIONSVORSCHRIFTEN, anstelle der heutigen Preis- und Kartellkontrollen. Die kommunal organisierten Kontrollstellen der lokalen GELTUNGSSCHEIN- oder KREDIT-SCHÖPFUNG werden dezentral operieren und stellen die Kreditwürdigkeit von Firmen und des Individuums durch Staatsgarantie regional sicher.

7. Zum Kreditismus gehören noch eine KONKURSVERSICHERUNG, als Ersatz der heutigen Staatsgarantien für Spar-Einlagen, sowie das ABSCHAFFEN DER GEWINNSTEUERN. GEWINN ist MOTIVATOR, MASS FÜR EINMALIGKEIT und PERSÖNLICHE FREIHEIT. Ein Staat, der den LEISTUNGS-GEWINN durch Steuern bestraft, ist destruktiv, und dient nur der Geld-Verschuldung zugunsten des Zinssystems der Banken. Diese Konkursversicherung hätte uns im Jahr 2006 lediglich 3 Mia. Franken an Konkursverlust-Deckungen (= 0.7 % des BIP, Bruttoinlandproukts) gekostet und keine 68 Mia. Franken wie für die Rettung der UBS. Damit wäre die KREDITWÜRDIGKEIT aller Bürger und Firmen enorm gestiegen, der Kreditfluss von den Banken zu den Kunden wieder in Ordnung gebracht worden, wodurch auch die jährlich 2,5 Millionen Betreibungen hätten vermieden werden können; s. Tabelle: http://www.sternentor-park.ch/de/detail.asp?id=14 .

8. Zukünftig ist nur noch eine reine Umsatzsteuer von 20 % erforderlich, die den „schlanken Staat“ ermöglicht und ihn gewinnträchtig finanziert. Dies würden in der Schweiz etwa 120 Mia. Franken Steuereinnahmen ergeben, wobei der schlanke Staat damit auskommen kann und auf die Differenz zu den heutigen Steuereinnahmen von ca. 138 Mia. Franken verzichten kann. Die anderen ca. 30 verschiedenen Steuern wie Lohn-, Gewinn-, Erbschafts-, Unternehmer-, Stempelsteuern, usw.) können abgeschafft werden, was zu eben diesen grossen Einsparungen führen wird.

9. Das neue VERRECHNUNGS-DATEN-BANKENSYSTEM ist beispielsweise EUROWEG zu nennen; Rechenbasis ist in dem Falle der Euro, WEG bedeutet WELT-EINHEITS-GELT. Dieses Gelt wird nicht finanziert aus den Schuldzinsen, sondern durch eine UMSATZPROVISION von je 4 % an jeder LEISTUNGS-VERRECHNUNG. Diese Einnahmen werden zu 80 % dezentral verteilt, nur die KONKURSVERSICHERUNGS-PRÄMIE von 1 % verbleibt in der zentralen Kasse.

10. Mit diesem System wird die Bank vom heutigen „Gegner gutgehender Wirtschaft“ zum „Partner und Verfechter einer gutgehenden Wirtschaft“, s. http://www.sternentor-park.ch/de/detail.asp?id=15 . In der HuMan-Wirtschaft verdient die Bank am Umsatz; und nicht wie heute an möglichst viel Schulden. Schulden entstehen ja nur, wenn uns immer das Wasser bis zum Halse steht. Dafür sorgen die Banken durch Schüren und Finanzieren eines exzessiven, weltweiten Konkurrenzkampfes – sprich: Globalisierung – unter den Wirtschaftsteilnehmern, was die GEWINNE ZUR EIGENKAPITALISIERUNG ihrer Unternehmen senkt und sie zu leichten Opfern der Schuldgeld-Verleiher macht. Gerade davon „lebt“ ja das parasitäre Bankensystem.

11. Dieses parasitäre Prinzip des Kapitalismus wird mit unserer Lösung des KREDITISMUS IN DER HUMAN-WIRTSCHAFT über das EUROWEG-VERRECHNUNGSSYSTEM erstmalig invertiert, also um 180 Grad gedreht. Die erforderliche Internet-Software haben wir seit 2002 bis heute erstellt und erfolgreich mit 800 Teilnehmern getestet. Der Einsatz des VERRECHNUNGSSYSTEMS kann in allen europäischen Ländern jederzeit gestartet werden. Wir, die ca. 600 WEG-GENOSSENSCHAFTER, Werte-Erhaltungs-Genossenschafter, haben bereits Investitionen von über 8 Mio. Franken in den letzten zwölf Jahren dafür aufgewendet und können dieses Konzept einer entschlossenen politischen Kraft sofort als Modell und Lösung anbieten. Damit ist ermöglicht, das Primat der Geldschöpfung zurück in die Oberhoheit der Staaten, der Völker und Menschen, zu legen.

12. Die verschiedensten, ethisch-philosophischen Aspekte sind in der HuMan-Wirtschaft berücksichtigt. Unter anderem übernehmen im KREDITISMUS-SYSTEM die erforderlichen WEG-BERATER das Sanieren von Schulden aus dem alten System, die übernommen werden müssen, begleiten und überwachen Businesspläne, sind unterstützend tätig als Buchhalter, usw. Sie stehen einmal monatlich jedermann/frau und Firma zur Verfügung und erhöhen schrittweise deren BLANKOKREDITRAHMEN.

13. Als ethisch geschulte HuMan-WEG-Berater finden dann unsere noch zu integrierenden, entsprechend ausgebildeten Persönlichkeiten aus Religion, Politik, Inkasso-, Versicherungs- und Bankenindustrie eine sinnvolle und befriedigende Beschäftigung.



Ergebnis

Mit dem KREDITISMUS als NEUE GELD- UND WIRTSCHAFTSPRAXIS ist es nun möglich, eine neue Erde zu schaffen mit AUSGEWOGENEM WOHLSTAND und möglichst grosser CHANCENGLEICHHEIT FÜR ALLE BÜRGER. Dieser Anspruch steht so in der Schweizerischen Bundesverfassung in Artikel 2. (6) Der BLANKOKREDIT wird im Kreditismus zum „Geburtsrecht für alle" und ermöglicht damit die allseits gewünschte Selbstverwirklichung. Die Frage: „Wer soll das finanzieren?“, existiert nicht mehr!

Der heutige Kapitalismus ist enttarnt als Verfassungsfeind, da seine Verfechter selber von sich behaupten, dass er niemals gerecht, nur eben effizient sei. Dies kommt heute deutlich zum Ausdruck bei den Betreibern und Insidern des Börsen-Spielkasinos im Umverteilen des weltweiten Wohlstandes von unten nach oben. Schaffen wir ihn nun ab durch eine neues Wirtschafts- und Geldsystem, da der Kapitalismus im Grunde menschenfeindlich ist. Auch den christlichen Kirchen (7) ist dies aufgefallen und von ihnen klar verstanden worden, s. z. B. Ökumenische Synode 2005.

Ich hoffe, Sie haben den Mut und die Bereitschaft, erstens unsere Internet-Seiten ernsthaft zu prüfen (www.sternentor-park.ch), und zweitens den Weg zu uns nicht zu scheuen. Wir können Sie ausführlich in Seminaren und Workshops über alle heute umsetzbaren Stufen zur „Einführung der KREDITIE“ (Kreditie = bessere Form der Demokratie) detailliert informieren. Kaufen und lesen Sie Buch 1 und 2 der HuMan-Wirtschaft. Buch 3 der HuMan-Wirtschaft beschreibt, wie man demokratisch die Mehrheit in einem Staat übernehmen kann.

Herr Nicolas Hayek, Verwaltungsrats-Präsident der Swatch Group AG, hat zu Recht am 5. September 2008 in seiner Rede zum „Tag der Wirtschaft“ der economiesuisse festgestellt, dass das neue, dringend erforderliche weltweite Finanz- und Wirtschafts-Konzept aus der Schweiz heraus der Welt vorgestellt werden muss. (8) Die richtigen Leute, die es erfunden und dokumentiert haben, sind schon lange hier wohnhaft. Sie haben vorausdenkend ihre solide Arbeit abgeschlossen für die momentan ablaufende, nicht mehr umzukehrende Kredit- und damit Systemkrise des Kapitalismus. Auf den Zusammenbruch des kapitalistischen Zins-Pyramidenspiels sind wir gut vorbereitet und haben eine getestete Alternative bereit.

Stellen Sie also mit uns gemeinsam die „Systemfrage“! Die prüfenswerte Alternative zum Kapitalismus heisst KREDITISMUS IN DER "HUMAN-WIRTSCHAFT! Der KREDITISMUS (von credere = gegenseitiges Vertrauen) ist der lange gesuchte DRITTE WEG zwischen Kapitalismus und Kommunismus, der die Vorteile beider Systeme vereint, ohne mit deren Nachteilen behaftet zu sein.

Packen wir die Lösung der Finanz- und Systemkrise also zügig und gemeinsam an!


Hans-Jürgen Klaussner
Begründer des Kreditismus und der HuMan-Wirtschaft



Fussnoten:
  • (1) HuMan-Wirtschaft, Band 1, ISBN 3-9521298-0-1; Band 2 und 3, im Eigenverlag der HuMan-WEG-Genossenschaft. Die elektronischen Versionen der Bände 1 und 2 sind als PDF herunterladbar: http://www.sternentor-park.ch/de/detail.asp?id=19
  • (2) Im altindischen Sanskrit bedeutet Hu = Licht und Man = Wesen. Der Begriff HuMan-Wirtschaft zeigt auf, dass das Geld dem Menschen dienen soll und nicht umgekehrt.
  • (3) Esmog-freie, unschädliche Mobilfunktechnologie ist möglich dank G-Com®, sie basiert auf Gravitationswellen und Erkenntnissen der Global Scaling Theorie.
    - Berichte über erfolgreiche Tests: http://www.global-scaling-verein.de/html/communication.html
    - Global Scaling: http://www.raum-energie-forschung.de
    - Telekommunikation ohne Elektrosmog: http://www.info.global-scaling-verein.de/Global-Scaling/Global-Scaling-Publikationen-Original.htm
    - Artikel „Bio-Handy gebührenfrei“: http://www.baerbelmohr.de/content/view/43/23/
  • (4) Geldt ist das altdeutsche Wort für Geld. Die Erfinder des Geldes haben zur Verwirrung das t weggelassen, um es so mit Gold zu assoziieren, obwohl der Ursprung des Wortes von „Geltung“ (Geldtung) stammt.
  • (5) Das Bundesamt für Metrologie (METAS) realisiert und vermittelt international abgestimmte und anerkannte Masseinheiten in der erforderlichen Genauigkeit. Es beaufsichtigt die Verwendung von Messmitteln in den Bereichen Handel, Verkehr, öffentliche Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. METAS überwacht den Vollzug der gesetzlichen Bestimmungen durch die Kantone und die ermächtigten Eichstellen. Es stützt seine Tätigkeiten auf das Bundesgesetz über das Messwesen. METAS erbringt für die Gesellschaft, Wirtschaft und Forschung vielfältige Dienstleistungen. Quelle: http://www.metas.ch
  • (6) Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Art. 2 Zweck. 1 Die Schweizerische Eidgenossenschaft schützt die Freiheit und die Rechte des Volkes und wahrt die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Landes. 2 Sie fördert die gemeinsame Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes. 3 Sie sorgt für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter den Bürgerinnen und Bürgern. 4 Sie setzt sich ein für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung. Quelle: http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a2.html
  • (7) 20. April 2006, Pfarrblatt Bern, Ostermarsch – Frieden heisst genug für alle: Am vierten Berner Ostermarsch haben über 400 Personen teilgenommen. Er stand unter dem Motto „Frieden heisst genug für alle. Anders wirtschaften statt ausgrenzen – für die Globalisierung der Gerechtigkeit“. Wie jedes Jahr startete der Marsch im Eichholz und gelangte dann auf den Münsterplatz, wo verschiedene Redner Alternativen zum herrschenden Wirtschaftssystem aufzeigten. Der Vertreter von Longo Mai stellte die selbstverwalteten Kooperativen vor, die ein anderes Produzieren vorleben. Quelle: http://www.kathbern.ch/index.php?na=111,1,0,58374,d
  • (8) 5. September 2008, SWATCH GROUP - «Tag der Wirtschaft» der economiesuisse: Nicolas G. Hayek verlangt nebst mehr Innovation grundlegende Reformen des Finanzsystems; Link zur Pressemitteilung: http://www.swatchgroup.com/de/services/archive/2008/
    economy_day_of_the_swiss_business_federation_economiesuisse_
    nicolas_g_hayek_calls_for_more_innovation_and_fundamental_reforms_
    of_the_financial_system

    Die vollständige Rede von Nicolas G. Hayek als PDF-Dokument: http://www.swatchgroup.com/de/content/download/1563/46531/file/
    2008_09_05_de_ngh_at_economiesuisse.pdf

    10. Oktober 2008, swissinfo.org, Nicolas Hayek zur Finanzkrise: Zur globalen Finanzkrise hat sich auch Swatch-Gründer Nicolas Hayek geäussert. In einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehen, sagte Hayek, er sei nicht beunruhigt wegen der aktuellen Situation, sondern ganz einfach wütend. Quelle: http://www.swissinfo.ch/ger/multimedia/video.html?siteSect=15045&ty=df&ne_id=9831718&type=real&bcst=y



initiative vernunft Interview mit dem Autor Hans-Jürgen Klaussner


Einige spezifische Fragen haben uns initiative vernunft bewogen, mit dem Autor Hans-Jürgen Klaussner
ein Interview zu führen, das vertiefte, sehr wertvolle Einblicke in die Zusammenhänge gibt.


initiative vernunft: Herr Klaussner, warum wollen Sie ein neues System einführen? Das bestehende System der freien Marktwirtschaft funktioniert bis auf nur im Ausland [aus Schweizer Sicht] und nur in Jahrzehnten wiederkehrenden, system-immanenten Zusammenbrüchen eigentlich sehr zuverlässig.

Hans-Jürgen Klaussner: Der Kapitalismus auch mit sozialer freier Marktwirtschaft führt immer zu einer automatischen Umverteilung des Geldes. Dies weil wir nicht wahrhaben wollen, dass Geldwirtschaft und Güterwirtschaft in jeder auch sozialen Marktwirtschaft ganz natürliche Feinde sind und bleiben. Da nützt auch nichts an dem schönen Satz, dass die Bank stets nur unser „Bestes“ will. Ganz klar, Sie will unser Geld, damit sie einen anderen als Kreditnehmer für immer und ewig sich als Zinsenzahler und damit Kaufkraftbeschaffer ans Bein binden kann. Aus diesem Grund wechseln auch nach immer kürzeren Zyklen von nun nur noch maximal 30 - 50 Jahren alle Geldvermögen den Besitzer, vom Produkt- Versorgungs-Unternehmer zum Geld-Händler, also zur Bank. Die reichen Banker werden reicher und die Armen (auch Unternehmer) werden immer ärmer. Dies ist nicht Gott gewollt, sondern ein verfassungsfeindliches Ungerechtigkeits-System, dann noch aufgebaut nach einem illegalen Pyramidensystem. Und ein System, das automatisch zur Ungerechtigkeit führt, muss beseitigt werden, wollen wir endlich in der Geschichte als Zivilisation gelten.


initiative vernunft: Haben wir mit den Theorien von Silvio Gesell, dem Experiment von Wörgl nicht bereits genügend Mittel in der Hand, um aus der Krise herauszufinden?

Hans-Jürgen Klaussner: Silvio Gesell würde, wenn er heute leben würde und die Situation der gigantischen Schuldenberge, der EDV-Buchgeld-Schöpfmöglichkeit der Banken, und im Hinblick auf die modernen EDV-Technologien der Leistungsverrechnungen selber sein altes, 1916 geschriebenes Umlaufsicherungssystem verbieten. Da bin ich ganz sicher, denn so intelligent schätze ich ihn allemal ein. Er würde folgendes sagen: Leute, heute ist Geld nicht mehr nur „materielles Spargeld“, sondern Kredit- und damit Buchgeld, jederzeit auf jeder Grossbank aus dem nichts kreierbar. Also darauf kann man keine Umlaufgebühr verlangen, denn niemand hortet Geld, es ist gerade erst entstanden. 2. Dass Silvio Gesell’s System in Wörgl so gut funktionierte, ist mehr das Verdienst der Autorität eines entschlossenen Bürgermeisters zu verdanken, der kraft dieser Autorität sein eigenes Geld kreierte, egal ob mit oder ohne Umlaufsicherung. Er hat ganz einfach mal den Geldmangel beseitigt. Das kann jeder Bürgermeister als Autoritätsperson, vor allem dann, wenn er damit bei sich im Staat die Steuerschulden bezahlen lässt. Dann nehmen alle Leute dieses Geld an, egal ob mit oder ohne Umlaufsicherung. Ich bin sicher, wenn wir noch einen Zeitzeugen fragen könnten, so haben die Leute damals die Umlaufsicherung als störend empfunden. Es hätte genauso gut ohne funktioniert.


initiative vernunft: Warum sind Sie gegen jegliche Form des Zinses, auch sogar gegen den von Silvio Gesell postulierten Negativ-Zins. Dieser stellt doch gerade sicher, dass Geld nicht mehr als Wertspeicher gehortet wird, sondern als Tauschbeschleuniger in Umlauf kommt und dort gehalten wird, was gem. den Alternativ- und Freigeldpraktikern das Wirtschaften nachhaltig fördert.

Hans-Jürgen Klaussner: Gegen den Zins zu sein, wäre töricht, jedoch bin ich gegen jeglichen Zeitdruck, egal ob positiver Zins an den Gläubiger zu zahlen mich unter Zeitdruck setzt oder ob der Negativ-Zins als Lagergebühr und „Umlaufsicherung“ mich zum Geldausgeben nötigt. Das Wort „Umlaufsicherung“ ist eher schon ein Etikettenschwindel. Zweitens macht der Zeitdruck Zins aus dem Geld erst ein Produkt. Wie bei einem Mass, wird es mittels Zeit zur Leistung. Beim Geld wird mittels Zins alles zum Leistungszwang und damit Menschenfeindlich und gegen die Freiheit gerichtet. Im Kreditismus wird kein Zins abgeschafft, sondern er löst sich von selbst in Luft auf. Warum: Die Frage; „Leihst du mir Geld?“, wird beantwortet durch: „Schaffe dein eigenes Geld, zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Menge“ und löse es dann wieder auf, wenn deine Gegenleistungsverpflichtung aus deiner Geld-Schöpfung erledigt ist. Damit ist die stets richtige Geldmenge geschaffen, im Umlauf und wieder vernichtet. Einen Zins auf etwas zu verlangen, das nie Mangel wird, ist unsinnig. Der Zins löst sich daher von selbst in Luft auf.


initiative vernunft: Wie ist die in Ihrem Band 1 der HuMan-Wirtschaft vorgestellte Verrechnung auf der technischen Basis des Mobilfunks vereinbar mit den 5+ % Elektrosmog-Opfern in der Bevölkerung. Gut 300'000 Menschen leiden allein in der Schweiz unter den Folgen der allgegenwärtigen Verstrahlung durch Mobilfunk. Das in Ihrer Lösung konzipierte, drahtlose, real-time Verrechnungsprinzip würde womöglich sogar den weiteren Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur im Lande notwendig machen bzw. es verunmöglichen, übertriebene Mobilfunk-Erschliessungen auf ein vernünftiges und gesundes Mass zurückbauen zu können, vor allem in den gewerblichen Wohngebieten, wo reger Leistungstausch-Verkehr stattfindet und somit eine lückenlose Mobilfunkversorgung gerade durch die WEG-Verrechnung notwendig und zementiert würde. Der aufgezeigte Ausweg aus der Geldsystemkrise darf doch nicht dazu führen, dass die Bevölkerung nun erst recht dauer-verstrahlt wird.

Hans-Jürgen Klaussner: Die Handys der hier vorgängig bezeichneten Technologie auf Mikrowellenbasis könnten eigentlich schon heute ersetzt werden durch absolut strahlungsarme Handys auf der Basis der G-Com®-Wellentechnik (Gravitationswelle) [s. Fussnote Nr. 3 im Beitrag]. Hier sehe ich dieselbe Reihenfolge wie bei der „Freien Energie“. Erst nachdem wir eine neue Geld-Theorie des Kreditismus eingeführt haben, können alle die heute als menschenfeindlich zu bezeichnenden Technologien durch menschenfreundliche ersetzt werden. Das heutige Geldsystem lebt zum Grossteil von menschenfeindlicher, ineffizienter Technik, weil damit viel Schuldengenerierung und damit Geldschöpfung aus dem Nichts betrieben werden kann. Nur, wer versteht dies denn schon von den „esoterischen“ Technik-Kritikern? Nur wer die HuMan-Wirtschaft nicht verstehen will, stösst sich an der von mir heute verwendeten alten Techniken. Also alle notorischen Nörgler und Besserwisser, die sich nie die Mühe machen werden, die HuMan-Wirtschaft unabhängig von der noch heute auch von mir verwendeten „alten“ Mobil- und Internettechnologie, werden sich an solchen Fragen aufhalten.


initiative vernunft: Bergen weltweite, zentrale Lösungen wie die WEG-Verrechnung es vorsieht, nicht die Gefahr von nicht kontrollierbarer Unterwanderung, Missbrauchs. Müssen nicht eher dezentrale, lokal, regional autark funktionierende Lösungen gefunden werden? Ist so etwas wie eine Aufsicht durch das Volk vorgesehen? Wie gelangen die allf. Gewinne der Verrechnungszentrale(n) zurück in den Kreislauf?

Hans-Jürgen Klaussner: Natürlich haben wir stets eine Mehrfach-Datenverwaltung auf mehreren dezentralen Servern vorgesehen und auch schon erfolgreich eingesetzt. Ohne Gefahr gelangt niemand ins Paradies, der Weg dorthin ist immer steinig. Nur wer das Ziel als nicht lohnenswert ansieht, schaut nur auf die gerade vor der Nase liegenden Steine auf dem Weg ins Paradies. Die Geldfrage kann nie lokal oder dezentral gelöst werden, genauso wenig wie es Sinn machen würde jeder Gemeinde ihren eigenen Meter, also ein eigenes Mass und Gewichtsamt oder Normenwesen zu geben, das mit den anderen nicht absolut identisch wäre. Solche Ängste sprechen wiederum nur Menschen aus, die den Unterschied von Geld und Währung nicht kennen. Wir schlagen nur ein zentrales WEG = Welt-Einheits-Geltungsmass vor, das eigentliche Gelt schöpfen alle Konsumenten mit ihren Lieferanten stets dezentral gemeinsam. Diese können natürlich diese Möglichkeit missbrauchen, z. B. einer liefert dem anderen ein Lied, der für alle anderen Zuhörer schrecklich klingt und erhält dafür eine Million WEG bezahlt. Wenn der Kunde dies von seinem Guthaben transferiert, ist er selber schuld, wenn er zuviel bezahlt hat. Wenn er aber einen Kredit dafür beantragt, wird dieser auf Sinnhaftigkeit von den beiden WEG-Beratern des Kunden und Lieferanten geprüft und je nach Höhe des Kredites von weiteren Kontrollinstanzen abgesegnet. Alle diese Gremien sind dezentrale „Volkskontrollen“. Der Gewinn der aus der Verrechnungsgebühr von je 4 % übrig bleibt, wird an dasjenige Volk verteilt, das an der „Leistungsverrechnungs-Zentral-Genossenschaft Anteile in beliebiger Höhe erworben hat. Diese Beteiligung kann nur in der Aufbauphase getätigt werden. Als Genossenschafter ist er selbstverständlich in Relation zu seiner Investition am Gewinn beteiligt.


initiative vernunft: Wie stellt die technische Implementierung der Verrechnung sicher, dass die übermittelten Leistungsverrechungen nicht manipuliert/gelöscht werden? Wie ist die elektronische Speicherung vor Verlust und Manipulation gesichert? Gerade in Anbetracht der aktuellen Verunsicherung hegen die Menschen wohl grosse Vorbehalte gegenüber jeglicher Art von „High-Tech-Lösungen“, da diese für den einzelnen schlicht nicht durchschaubar sind. Gibt es z. B. Forschungen in die Richtung, dass womöglich gar keine technische Umsetzung mehr nötig wäre, dank - sozusagen - der Nutzung einer „quasi-meta-physischen“ Lösung bspw. über das „morphogenetische Feld“?

Hans-Jürgen Klaussner: Die Leistungsverrechnung ist nichts anderes als eine „Definitive Buchhaltung“ und damit eben Ersatz des materiellen Geldes, das als provisorische Buchhaltung bezeichnet wird. Jeder Buchhalter weiss, dass er zu jeder Buchung einen schriftlichen Beleg 10 Jahre speichern muss. Diese sind logisch abgelegt und können jederzeit eine manipulierte Datenbank korrigieren. Da kein Zins geschuldet wird, entfällt der Faktor Zeit. Also können alle Buchungsbelege zuerst auf Papier geschrieben werden, auch in der russischen Taiga jenseits jeglicher Computer-Zivilisation und dann, wenn man einmal in die Stadt geht, dort auf dem Zentralrechner gebucht werden. Fällt dieser halt einmal aus, egal durch was, so hat jeder immer noch seine Papiere zur wiederholten Nachbuchung und Richtigstellung von Fehlern. Man hat gerade im Kreditismus keinen Zwang auf sofortige Buchung durch den Wegfall des Zinses. Jeder Mensch aus der alten Zeit kann sich noch das „Anschreibenlassen“ vorstellen. Dies wird ja gerade wieder zur Grundlage gemacht im Kreditismus, also braucht keiner Angst um die angewendete Technik zu haben. Jeder ist nur noch seinem Kontostand verpflichtet und muss diesen durch Sammeln seiner „Belege“ nachweisen können.


initiative vernunft: Der Euro wird z. B. für die Schweizer Wirtschaft nicht auf grosse Gegenliebe stossen, da dies einem de-facto Beitritt zur Eurozone und somit zur EU gleich käme. Ist die WEG-Verrechung in Euro zwingend, um am neuen System mitmachen zu können? Hat die WEG-Genossenschaft auch Alternativwährungen angeschaut, die z. B. auf Zeiteinheiten basieren, um eine bestimmte Leistung erbringen zu können?

Hans-Jürgen Klaussner: Der Euro ist heute so vielen Menschen als Recheneinheit vertraut, dass man ihn getrost als Basis der „WEG Leistungsverrechnung“ zum EUROWEG machen kann. Da physisches Geld nicht mehr existiert, auch keine nationale Zentralbank, wird damit keinerlei Assoziation zu einem zentralstaatlichen Europa entstehen. Der politische Grundgedanke des Kreditismus ist sowieso der schweizerische Föderalismus. Darum wird es gerade umgekehrt sein. Die EUROWEG-Zone wird in die schweizerische Wirtschaftsgemeinschaft EUROWEG eintreten. Was Zeiteinheiten als Rechenbasis betrifft, sind sie unsinnige Versuche einer Alternative zum Geld. Kein Mensch ist sich gewohnt, damit seine Leistung zu definieren. Zeitwährungen entsprechen sehr dem kommunistischen Gleichmachergedanke und vernachlässigen absolut die göttliche Einmaligkeit im Menschen. Dies wollen wir eben nicht, sondern das Individuum soll seine Einmaligkeit selbst so definieren können, dass es einen gerechten Gegenleistungsanspruch von der Allgemeinheit beziehen kann. Der Wert einer Leistung wird vom freien Markt der Anbieter und Kunden auf der einheitlichen Kalkulationsbasis einer Welt-CH-UNO-Kontrollstelle bestimmt.


initiative vernunft: Wir sehen darüber hinaus die Gefahr der schleichenden Einführung einer neuen Weltwährung, die alles über den selben Leisten schlägt und die Menschen womöglich noch stärker überwachbar macht als heute schon. (z. B. besteht die Gefahr, die neue Währung in Zukunft völlig elektronisch als Chip direkt in Menschen und Waren zu implementieren, was diametral einem  Verlust an Freiheit gleich kommen könnte, je nachdem welches weltweite "Regime" diese globale Währung einführt und beherrscht. Wie kann machtpolitischer Missbrauch verhindert werden. Ist das WEG-Verrechnungssystem solchem Machtmissbrauch gegenüber immun?

Hans-Jürgen Klaussner: Die Gefahr der Einführung einer Weltwährung ist real. Die Weltwährung wird kommen ob wir Menschen dies als Gefahr sehen oder nicht. Es macht auch Sinn, eine Weltwährung einzuführen. Die Frage ist nur, wer schreibt die Software dazu? Ist es ein satanischer Materialist oder ein gottgeweihter Spiritist? Heute haben wir noch keine Wahl. Nach Einführung einer WEG-Leistungsverrechnung haben wir erstmals eine Wahl als Gegenpol. Ob WEG die spiritistische ist, müssen die „Kritiker“ zuerst selber herausfinden. Das bedeutet 1’200 Buchseiten HuMan-Wirtschaft 1 - 3 lesen und auch verstehen, also 7 mal lesen. Erst dann kritisieren und in Frage stellen. Ob jeder mit einem Chip in der Haut herumläuft oder wie heute mit dem Handy, kommt für den Kontroller auf das selbe heraus. Wichtig ist wiederum nur die Frage, wer schreibt mit welcher ethischen Grundhaltung die Software? Ist es ein Menschenfeind oder ein Menschenfreund? Ein Feind der Schöpfung oder ein Freund der Schöpfung? Die Menschen müssen halt den richtigen WEG wählen. Das muss gelernt werden, wie man was unterscheiden kann. Dieses Lernen werden unsere WEG-Akademien der ethisch Gebildeten, also die WEG-Berater erledigen müssen. Dafür bedarf es sicherlich einiger Jahre.


initiative vernunft: Wie begründen Sie dem kleinen Mann von der Strasse gegenüber die auf den ersten Blick sehr hohe Umsatzsteuer von 20 % und die je nicht unerheblichen 4 % Transaktionsgebühren auf jedem Leistungs- und Warentausch?

Hans-Jürgen Klaussner: Die Gesamtsteuerbelastung ist heute im Schnitt in Europa um die 50 %. Wir reduzieren diese auf 20 % plus 2 x 4 %, also 28 % total. Die 2 x 4 % sind weniger als die Höhe bei Kreditkarten inkl. deren horrender Zinsen, welche von bald 80 % der zivilisierten Menschheit benutzt werden, meist auf Minusbasis und daher eben bis zu 14 % Zinsen kosten. Die Steuerbelastung wird jedoch durch Wegfall der Gewinn- der Lohn-, der Erbschafts- der Kommunal- der Unternehmersteuer und alle weiteren kleinen Steuern um vieles geringer ausfallen.


initiative vernunft: Danke Herr Klaussner für Ihre ausführlichen und sehr informativen Antworten.





Weiterführende Artikel, die ebenfalls einen völligen Umbau unseres Wirtschaftssystems fordern:

22. November 2008
Tages-Anzeiger - Friedensnobelpreisträger fordert Radikalreform
Im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» spricht sich Muhammad Yunus für einen radikalen Umbau der Wirtschaft aus. Er ist überzeugt, dass sich die grossen Probleme der Menschheit - Armut und Klimawandel - nur so lösen lassen.
... Wir erleben eine Systemkrise. Versagt hat ein System, das ausschliesslich auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Versagt hat ein System, von dem Millionen von Armen ausgeschlossen sind. Wenn wir die Krise nicht für eine Korrektur nützen, wird die Armut weltweit nicht zu besiegen sein. ... Wir sind nicht wie Bienen, denen es nur darum geht, möglichst viel Honig zu sammeln. Menschen sind nicht nur aufs Geldverdienen fixiert, sie suchen Sinn. Das gesamtheitliche Menschenbild muss auch in der Wirtschaftstheorie seinen Niederschlag finden. ... Wir brauchen ein Wirtschaftssystem, das dem vielschichtigen Wesen des Menschen gerecht wird. Neben dem traditionellen, auf Profite ausgerichteten Geschäft braucht es ein zweites System: ein System von Sozialunternehmen. ... Nehmen wir das Beispiel einer armen Frau, die einen Mikrokredit aufnimmt, um einen Dorfladen zu eröffnen. Der Kredit ermöglicht es ihr, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Sie kann jetzt dafür sorgen, dass ihre Tochter die Schule besucht. Vielleicht braucht sie später sogar einen weiteren Kredit, um das Studium der Tochter zu finanzieren. Sie selbst hat womöglich dasselbe Potenzial, erhielt aber nie eine Chance, es auszuschöpfen. ... Hinter dem System der Lohnarbeit steht letztlich die Ideologie, dass ein Arbeitnehmer zu arbeiten hat und sonst nichts. Alle Menschen sollten aber die Wahl haben, ob sie stärker die Rolle des Angestellten oder des Arbeitgebers spielen wollen. Das schafft eine andere Identifikation. Es kann doch nicht sein, dass Arbeiter und Eigentümer in verschiedenen Welten leben. Darum haben wir mit Grameen ein System geschaffen, das einen Rollentausch erlaubt.
...

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Friedensnobelpreistraeger-fordert-Radikalreform/story/29480223
[Anmerkung initiative vernunft: Es ist bemerkenswert, wie kongruent die Ziele der Grameen Bank von Muhammad Yunus mit denen der HuMan-Wirtschaft von Hans-Jürgen Klaussner sind.]

2008-11-22 10:35

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