Heute diskutiert: [Atheismus]
[Atheismus]
Der Atheismus ist auch ein Glaubenssystem
Grüss Dich (und Dank Dir für diesen wichtigen Artikel zur Symbolik von Lady Gaga) n. und Interessierte,
Du schreibst:
"Atheismus – der ja überhaupt nichts mit einem Glauben an irgendetwas zu tun hat..."
Hier meine Gedanken dazu:
Atheisten können sehr wohl an "Höherdimensionales" glauben und diese Auffassung z. B. als Esoteriker problemlos vertreten; und sehr wohl an eine unpersönliche "höchste Kraft" oder "Gottheit", eine "reine" Kraft oder Energie, die keine Person oder einen Willen verkörpert, glauben. Daraus ziehen diejenigen, die sich von dieser Lehre für "erleuchtet" ("illuminiert") halten ihre Gewissheit, es gebe im ganzen Kosmos keine höchste, richtende Instanz über ihnen, da es ja keinen (persönl./willentl.) Gott gibt, der einen Persönlichkeitskern besitzt und somit auch keinen Willen haben kann. Somit sind alle Handlungen dieser "erleuchteten" (= von einem persönlichen und willentlichen Gott befreiten) Menschen, die dieses (für sie bequem gewordene) "Wissen" für sich erkannt und gepachtet haben, absolut keiner höheren Instanz gegenüber Rechenschaft schuldig; für keine einzige ihrer Handlungen oder Unterlassungen, gleichgültig wie gravierend diese sein mögen für die Nicht-Erleuchteten. Die einzige Linie ihres Handelns ist dann nur noch diejenige des Machtkonstrukts der "Notwendigkeit". So kann es eben "notwendig" werden, die anderen Menschen zu beherrschen, zu unterwerfen, usw. im absoluten Dienst ihrer partikulären, eigenen Ziele, die "notwendig" sind, um ihre Macht zu erhalten oder weiter auszubauen. Sie sind sich ihrer Sache und ihrer Ziele und ihrer eigenen Rechtfertigung so sicher, dass z. B. ihre "Lady Gaga" uns Nicht-Clubmitgliedern ganz geoffenbart und ungehemmt die Symbolik zeigen lässt, die sich beim Betrachten ins Hirn winden soll.
Weiters glaubt z. B. der klassische (= professionell deformierte) Naturwissenschaftler selbstverständlich an den Materialismus (weil erst diese und deshalb als absolut erklärte "Gottheit" ihm die messbare und "notwendige" Sicherheit gibt) und somit ist schon nur auf diesem Gebiet "Glauben" im Spiel, bevor unser Forscher überhaupt mit der Planung seines Experiments beginnt, geschweige denn durch seinen Glaubens- und Dispositionsfilter alle im und rund ums Experiment ablaufenden Phänomene darauf herunterreduziert, was er aufgrund seiner Konditionierung überhaupt noch WAHRnehmen will und folglich kann.
Wir haben also mindestens in diesen beiden Beispielen, wo der Atheismus sich ungebremst austoben darf, zwei unauflösliche, feste Glaubensfundamente identifiziert.
Original-Diskussion im Gelben Forum
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=189837
Duden
Athe|ịs|mus, der; - [zu griech. átheos = gottlos, aus: a- = nicht, un- u. theós = Gott]: Weltanschauung, die die Existenz Gottes leugnet.
© Bibliographisches Institut GmbH
initiative vernunft Texte zum Themenkomplex
Das Theistische Manifest
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/6270611/
initiative vernunft Eröffnungsvortrag, LICHTTage St. Martin in Obersaxen, am 12. März 2010
Das Theistische Manifest von Armin Risi — Die wichtigsten Aussagen aus der Zusammenfassung des Buches „Der radikale Mittelweg”
initiative-vernunft-Lesung-Das-Theistische-Manifest (pdf, 2,108 KB)

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