Verliert Obama das Sorgerecht für seine Töchter? — UNESCO-Welterbe mit ungeahnten Folgen
Montag, 16. August 2010
PR-Bad im Golf von Mexiko hat ungeahnte Folgen für den mächtigsten Mann der Welt
Obama riskiert, das Sorgerecht für seine beiden Töchter zu verlieren
Muss der Präsident die Koffer packen und das Weisse Haus für immer verlassen?
Von unserem Sonderkorrespondenten B. P.
exklusiv für initiative vernunft
Paris (iv). Neuesten Berichten zufolge, die bis gestern Sonntag Redaktionsschluss an Heftigkeit noch zunahmen, wolle eine bisher nicht aufgefallene Projektgruppe der UNESCO-Zentrale in Paris, die den Arbeitstitel »Kinder – Unser Welterbe!« trägt, das für den US-Bundesstaat Florida zuständige Gericht auffordern, Barack Obama das Sorgerecht in einem Eilverfahren noch diese Woche abzusprechen.
Der US-Präsident (49) habe die Gesundheit seiner Tochter Natasha (9), genannt Sasha, lebensbedrohlich gefährdet und womöglich irreversibel geschädigt, als er am Samstag, 14. August am Alligator Point in Panama City Beach (Florida) demonstrativ für eine Medienkampagne des Weissen Hauses ein Bad im verseuchten Meereswasser des Golf von Mexiko nahm; s. unten Bildausschnitt des Original-Artikels des »White-House-Blog«.
Umweltschutzorganisationen hatten wiederholt den unbedachten Einsatz des toxischen Lösungsmittels Corexit kritisiert, was ungeahnte Schäden im Wasser und in der Nahrungskette im ganzen Golf von Mexiko auslösen könne. Langzeitschäden, die so schwerwiegend sein könnten wie die direkten Schäden durch das Öl, das seit dem Untergang der Transocean-Plattform Deepwater Horizon am 21. April 2010 unkontrolliert austrete. Der Hersteller von Corexit ist Nalco, welcher im Besitz der beiden Ölmultis BP und Exxon ist.
Obama habe in seiner Standardrolle als PR-wirksamer und von der Medienpräsenz völlig abhängiger Präsident das innerfamiliäre Vertrauen und die Vater-Tochter-Beziehung gegenüber seiner vor aller Öffentlichkeit zum Meeresbad gedrängten Tochter Sasha im Augenblick der Doppelrolle als PR-Mann und Familienvater in unverantwortbarer und eklatanter Weise missbraucht. Seine Tochter habe keine Chance gehabt, sich ohne Gesichtsverlust für ihren Vater gegen das Baden im verschmutzten Meereswasser zu wehren, was die hilflose Ausgeliefertheit des 9-jährigen Mädchens eindrücklich beweise. Aufgrund dieser krassen Ausgeliefertheit habe das Kind ein gesteigertes Anrecht auf unversehrte Behandlung des Sorgerechtsinhabers, so der Sprecher der UNESCO-Projektgruppe, die die Anklageschrift z. H. des UNO-Sonderanwalts mit Hochdruck vorbereitet.
Weltweit schlägt Obamas leichtfertiges und nicht wieder gut zu machendes Verhalten derart hohe Wellen der Entrüstung, dass die aufgebrachte UNESCO-Projektgruppe nicht nur die 9-jährige Sasha, sondern auch ihre um drei Jahre ältere Schwester Malia Ann vor ihrem allzu sorglosen – und darum des Sorgerechts unwürdig gewordenen – Vater für den Rest der Kindeszeit schützen will. Obama riskiert damit, seine Töchter frühestens erst wieder 2019 mit Erreichen deren Volljährigkeit ohne Überwachung durch eine Begleitperson der staatlichen Fürsorge frei besuchen oder treffen zu dürfen.
Die Projektgruppe, die sich in diesem Fall überaus medienwirksam hervortut, überzeugt derzeit die Regierungen der 193 angeschlossenen Staaten mit dem simplen Hinweis, Kinder (auch Präsidentenkinder!) genössen den speziellen Schutz der neuen Weltgemeinschaft und gehörten folglich ebenfalls (am besten lückenlos mit Namen und eindeutiger Identifikationsnummer) in den Katalog des UNESCO-Welterbes. Zudem habe schon die Weltgesundheitsorganisation WHO, ebenfalls zur UNO gehörend, die Präsidentenkinder gleichsam in Schutz genommen, indem sie, die beiden Obama-Kinder (wie die anderen Kinder und Risikogruppen im Lande auch) in den Genuss einer notwendigen und darum sinnvollen Impfung gegen das weltweit wütende Schweinegrippevirus H1N1 kamen.
Vater Barack Obama sei das Sorgerecht in einem Eilverfahren zu entziehen (in einem solchen Eilverfahren hat der Angeklagte keine Möglichkeit des Weiterzugs an ein höheres Gericht, auch nicht wenn er der Präsident der USA ist). Die zuständigen Richter (sechs Frauen, ein Mann) werden den sog. »UNO-Sonderermittler für Missbrauchsfälle in der Familie« bereits am Mittwoch dieser Woche in Tallahassee anhören. Die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Beratungen sind auf Donnerstag angesetzt. Ein Schuldspruch – mit einem Freispruch rechnet hier am Sitz der UNESCO derzeit niemand – wird bereits auf Freitag erwartet; dieser könne auch in Abwesenheit des Präsidenten erfolgen.
Gemäss diesem Fahrplan müsste – im Namen der Sicherheit für die beiden Töchter und für ihre Mutter Michelle (46) – der US-Präsident bis spät. diesen Freitag Mitternacht Lokalzeit das Weisse Haus als seinen Wohnort und Lebensmittelpunkt verlassen. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der bisher 44 Präsidenten und der USA.
Obama muss damit rechnen, dass er seinen neuen Wohnsitz ausserhalb des jetzigen Bundesstaates verlegen muss, was bei misstrauischen Bürgerbewegungen die alte Frage sofort wieder aufkochen liess, ob Washington D.C. überhaupt ein echter Bundesstaat sei und somit zu den »USA« gehörten, oder ob der »District of Columbia« und seine Bewohner völligen Sonderstatus (insbesondere auch gegenüber einer Rechtssprechung „von aussen“) genössen.
Diese im globalen Rahmen erstmalige und sehr rigide Auslegung des Sorgerechts (genauer: der Sorgepflichten) – eine in Paris förmlich hyperaktiv gewordene Projektgruppe der sonst unauffällig agierenden UNESCO will den US-Präsidenten sozusagen über den Atlantik hinweg seines Amtes entheben – mit der Folge der Einleitung eines unwiderruflichen Eilverfahrens unter Einsatz des »UNO-Sonderermittlers für Missbrauchsfälle in der Familie« wurde durch ein neues Gesetz möglich, das erst gerade am 4. Juli 2010, am jüngsten Nationalfeiertag im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ in Kraft getreten ist und welches wegen eines nicht weiter beachteten Anwendungsparagraphen erstmalig weltweite und verbindliche Gültigkeit für alle UNO-Mitgliedsstaaten hat.
Insider nennen das neue Gesetz das W2H2P3-Gesetz. Was wie ein neues, gefährliches Vogel- oder Schweinegrippe-Supervirus einer hochgefährlichen Abart klingt, ist nichts anderes als der »World-Wide Home-and-House and Patriot-/-Protection-and-Prevention Act«, der in einem bereits unter Clinton – für Clinton? – vorbereiteten Zusatz regelt, welche speziellen Aufsichts- und Sorgepflichten Eltern haben, die ihre eigenen oder ihnen anvertrauten Kinder und Minderjährige auf eine Exkursion an die Meeresküsten oder in den Strandurlaub mitnehmen. Bemerkenswert und sehr irritierend ist die Tatsache, dass die grossen Süsswasserseen der USA nördlich des 41. Breitengrades ausdrücklich von den W2H2P3-Regelungen ausgenommen sind.
Interessieren tut indes die zentrale Frage: Wer konnte die Dynamik einer „neuen Weltordnung“ (wie notorische Verschwörungstheoretiker immer sofort ins Feld zu führen pflegen) abschätzen, die es so weit kommen liess, dass, wenn die Bestimmungen getreu nach Gesetzesbuchstaben umgesetzt werden sollten, zum ersten Mal in der Geschichte dem amtierenden (sic!) US-Präsidenten innerhalb einer einzigen Woche ein Zutrittsverbot zum Weissen Haus auferlegt werden könnte?
Obama muss wohl zum Verhängnis geworden sein, dass sein Beraterstab, der aktuell unter der pausenlosen Last von Problemen globalen Ausmasses zu zerbröckeln droht, es übersehen hat, die Dynamik einer neuen Weltordnung auch auf Gesetzesebene im Auge zu behalten und dass das W2H2P3-Gesetz in einem speziellen »Home-and-House«-Zusatz – der dem Repräsentantenhaus erst vorgelegt wurde, nachdem die meisten Abgeordneten in die Ferien (weit weg vom Golf von Mexiko) verreisten – spezifische Dinge im Verhältnis Eltern↔Kind regelt, die untypischer- und tückischerweise ausserhalb von »Home-and-House« angesiedelt sind; im konkreten Fall eine PR-trächtige Stippvisite am Meer, weit ausserhalb von dem, was der Normalgebildete unter „zuhause“ versteht.
Obamas Schicksal scheint derweil Drehbuch-mässig vorbestimmt: Seine nächsten Medien-Termine sind bei den TV-Stationen und den akkreditierten Hoffotografen schon dick angestrichen: Freitag abend: Obamas Herz zerreissende Enttäuschung über das harte Urteil aus Tallahassee. Er deutet an, die Anwendbarkeit des (Zitat: „nicht nachvollziehbaren“) Rechtsspruchs auf die Sonderzone Washington D.C. abklären zu wollen. Der BP-Länderchef USA habe bereits gestern Mittag angeboten, die beste Anwaltskanzlei, die bereits in Sachen Deepwater Horizon-Desaster die Interessen des Ölmultis wahrnimmt, damit zu beauftragen. Freitag 23 Uhr 45: Obama, gefasst aber kraftlos, tritt mit Michelle, die (dank spanischer Post-Ferien-Depression?) sehr mitgenommen aussieht, vor das mit Scheinwerfern ausgeleuchtete Weisse Haus und gibt eine Erklärung ab. Die Teleprompter sind zum Glück nicht ausgefallen, nicht auszumalen, was sonst hätte passieren können! Michelle bereut ihre Spanien-Reise, dass sie für ihren Mann nicht Vollzeit da war in den Tagen zuvor und beteuert öffentlich, nun erst recht zu ihrem lieben Barack zu halten, gerade weil er jetzt wie ein aussätziger behandelt werde, von einer Weltöffentlichkeit, von einer UNO, die von Russland und China und anderen „Emporkömmlingen“ für eine unsägliche Zermürbungskampagne gegen die USA missbraucht würden. 23 Uhr 55: Vater Barack umarmt seine Töchter, die ältere Malia zuerst, die jüngere Sasha nimmt er ein letztes Mal auf den Arm. 23 Uhr 59: Der nun doch etwas geknickt wirkende Präsident besteigt in langsamen Schritten und nachdenklich den gepanzerten Cadillac und braust in die Nacht davon.
Ein einziger akkreditierter Fotograf begleitet den Präsidenten im Inneren des Wagens (nicht eine auf Töffs irre gewordene, einem besoffenen Fahrer hinterher rasende Paparazzi-Meute wie bei Lady Di) auf seinem Weg in seine neue Unterkunft an einem vorläufig geheim gehaltenen Ort (gem. offizieller Begründung, um die neuen Nachbarn nicht über Gebühr zu belästigen), wo das gesamte Oval Office zum Verwechseln ähnlich nachgebaut wurde. Auf jedem Möbelstück sind kleine Schilder angebracht: „We keep the President running – Google Inc.“; die Messingschildchen fehlen nicht einmal auf den Bilderrahmen seiner Töchter. Samstag/Sonntag: Die Presse berichtet ausschliesslich über die Restfamilie Obama: Ergreifende Bilder vom Gemüsegarten im Weissen Haus; die Töchter dürfen ohne Papis Dreinreden mit den neuen, GPS-Sendern bestückten Roller Blades laut durchs Haus flitzen (genau dieses Fortbewegungsmittel ist im W2H2P3 Act nicht geregelt, sprich: inhouse nicht verboten). Ab Montag: Alleinstehende Väter im ganzen Land solidarisieren sich mit Obama, tragen ihr Schicksal nun viel gefasster und irgendwie auch mit wachsendem Stolz. Landesweit bricht eine regelrechte Welle der Verbrüderung unter den Vätern aus: T-Shirts mit Aufdrucken wie „Obamaland – Fatherland“ werden sogar in Europa zu Rekordpreisen auf eBay ersteigert.
13 Wochen später: Der Sprecher des Weissen Hauses gibt – ohne auf Fragen der versammelten Presse einzugehen – bekannt, dass der Präsident ab sofort wieder seine Töchter ohne Aufsicht der Fürsorge frei treffen könne. Einen möglichen Zusammenhang mit einer von BP beauftragten Anwaltskanzlei stellte er entschieden in Abrede; ihm gegenüber sei nichts solches bekannt gemacht oder bestätigt worden, indes habe vielmehr eine überraschende, eigene Neubeurteilung der Tallahassee-Richter inzwischen klar aufgezeigt, dass das (vorwiegend weibliche) Richtergremium einen Detailparagraphen des (Zitat: „sehr unverständlich verfassten“) W2H2P3-Acts unter dem enormen öffentlichen Erwartungsdruck, den die Pariser Projektgruppe mit Hilfe klingender Namen wie die der UNESCO und des UNO-Sonderermittlers geschickt zu erzeugen gewusst habe, unsachgemäss interpretiert habe. Sie, die sieben Richter, seien auch nur Menschen, gaben sie unverholen und nicht unsympathisch zu.
Tags darauf, im scharfen Licht der klaren Morgensonne: Barack und Michelle, mit Malia und Sasha demonstrativ in ihrer Mitte, stehen vereint vor dem sauberen (weil inzwischen leblosen), stahlblauen Golf von Mexiko. Auf ein gemeinsames Bad im Meer verzichtet die wiedervereinte Familie, das Bad in der eigens aufgebotenen Menschenmenge ist umso stürmischer.
Obamas Wiederwahl im Dezember 2012 für die letzten vier Amtsjahre scheint so gut wie sicher.
Wenige Wochen später sickert allmählich – zuerst in den Alternativmedien – das Gerücht durch, dass innerhalb der Pariser UNESCO-Gruppe, die den Lärm um das Sorgerecht auslöste, zwei ehemalige Wahlhelfer Obamas aufgeflogen seien, sie hätten bei einer BP-Tochter eine Anstellung gefunden, welche die angeblichen Schäden im Golf von Mexiko infolge versprühter Lösungsmittel wie Corexit im Auftrag Washingtons untersuchen und die Ergebnisse für die Öffentlichkeit PR-wirksam kommentieren soll. Und in den verschwörerischen Weiten des Internets behaupteten sich aneinander aufschaukelnde Blogger, der Präsident habe das Weisse Haus nie wirklich verlassen. Das freigebige Product Placing des Welt-Suchmaschinen-Konzerns mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, sei (sehr verräterisch!) nicht wieder von all dem Mobiliar entfernt worden.
Inzwischen hat die UNESCO – diesmal völlig unbeachtet von den Medien und der Öffentlichkeit – still und leise den Golf von Mexiko als erstes Welterbe in das eigens dafür angelegte Sonderkapitel »Ehemals belebtes Ökosystem von globaler Bedeutung« aufgenommen.
Das Ablenkungs- und Wiederwahlmanöver verlief fast für alle perfekt! Nur die kleine Sasha fragt sich immer noch, warum ihr Daddy auf das überstürzte Planschen am Alligator Point so scharf war, wo doch schon damals weit und breit keine Badegäste zu sehen waren.
Original-Artikel
14. August 2010
The White House Blog — Photo: A Swim at Panama City Beach
Bildausschnitt aus dem Präsidenten-Blog:
The White House Blog — The First Family Visits the Gulf Coast
http://www.whitehouse.gov/blog/2010/08/14/first-family-visits-gulf-coast
16. August 2010
Frankfurter Neue Presse — Obama geht werbewirksam baden
Wie zeigt man, dass eine Flüssigkeit völlig unbedenklich ist? Genau. Man badet darin. [...] US-Präsident Barack Obama planschte jetzt mit seiner Tochter Sasha demonstrativ im Golf von Mexiko. Damit wollte er [...] zeigen, wie sauber das Meer nach der Ölkatastrophe wieder ist. Das Bad sollte aber auch sein Image reinwaschen. Schließlich hatte Obama seine Landsleute aufgefordert, in den USA Ferien zu machen. [...] mit den Badebildern will Obama wieder obenauf schwimmen. Ob die Wähler es schätzen, auf diese Weise umschleimt zu werden, ist allerdings fraglich. Denn Schleim hat als Flüssigkeit einen entscheidenden Nachteil: Es hat bisher noch niemand öffentlich darin gebadet.
http://www.fnp.de/fnp/welt/politik/obama-geht-werbewirksam-baden_rmn01.c.8069897.de.html

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